Test: Acer Nitro 5 AN517-52

Produktdetails

Gute Spieleleistung, viel Speicher, kleiner Preis

Das mit 1399€ in der Einstiegsklasse angesiedelte Gaming-Laptop kommt zwar mit etwas mäßiger Verarbeitung daher, besticht aber dafür durch ein helles Display, gute Spieleleistung und eine üppige 1 TB Festplatte.

Acer bietet mit der Nitro-5-Serie einen spannenden Einstieg in die Gaming-Welt: Dank flottem Intel Prozessor, viel Speicher und einer recht leistungsfähigen NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti meistert das von getestete AN517-52 Modell besonders bei Full-HD Auflösungen gute Werte und kann auch als flottes Arbeitsgerät verwendet werden.

Schlichtes Design: Auf übertriebene Farbkreationen wie andere Gaming-Laptops verzichtet Acer

Gehäuse und Verarbeitung

Unter 1500 Euro zählen Gaming-Laptops schon eher zur „Unterklasse“, da die verbauten Komponenten wie Prozessor und Grafikchip sowie ein aufwendiges Kühlsystem den Großteil der Herstellungskosten auffressen. Kaum verwunderlich, dass bei der Verarbeitung der Rotstift angesetzt wird: Das Kunststoffgehäuses des Acer Nitro 5 ist zwar stabil und mit 25mm Bauhöhe relativ schlank, jedoch nicht sonderlich hochwertig verarbeitet.
Die Tastatur gibt leider schon unter geringem Druck nach und die Spaltmaße stimmen auch nicht immer. Die Kunststoffoberfläche kann den günstigen Preis nicht verbergen. Schade, der Konkurrent Lenovo macht besonders in dieser Disziplin deutlich besser. Was allerdings nervt: Der Bildschirm klappt schon bei dem oben sichtbaren Neigungswinkel von selbst zu. Wer also gerne mal hinter sein Laptop greifen oder es schnell vor Blicken schützen möchte, muss den Bildschirm festhalten – sonst geht der Rechner sofort in den Standbymodus. Das Erwachen dauert beim Acer zudem mit über 10 Sekunden störend lange.

Zubehör, Anschlüsse und Kommunikation

Anschlussmöglichkeiten gibt’s beim Nitro üppig: Drei USB 3.2 Anschlüsse und sogar ein neuartiger USB-C-Anschluss sind verbaut. Damit schließen Sie externe Geräte, etwa eine Gaming-Maus oder ein USB-Kopfhörer, gleichzeitig an und müssen nicht ständig umstöpseln. Übrigens: Mit USB-C lassen sich mittlerweile auch viele moderne Monitore verbinden. Der Großteil aller Bildschirme findet jedoch am ebenso integrierten HDMI-Port Anschluss. Für bestmögliche Internetgeschwindigkeit oder Zocken im Netzwerk ist ein kabelgebundener LAN-Netzwerkanschluss ebenso integriert.
Der integrierte Wi-Fi-Adapter unterstützt alle gängigen Standards, selbst der neue Wi-Fi-6 Standard der theoretisch bis zu 1200 Mbit pro Sekunde schafft. Das reicht selbst für die schnellsten Internetanbindungen. Im Test wurden bei passendem Router und kurzer Distanz immerhin 831 Mbit erreicht.

Bildschirm des Acer Nitro 5 AN517-52

Freunde schneller Actionspiele werden begeistert sein: Das üppige 17 Zoll Display des Acer Nitro 5 schafft butterweiche 120 Hertz (bis zu 120 Bilder pro Sekunde). Und das merkt man auch beim Arbeiten: Das Scrollen von Bildschirminhalten und sogar der Mauszeiger gehen sehr flüssig vonstatten. Beim Spielen zeigen sich die Bewegung der Spielfigur oder das Umsehen verzögerungsfrei und ohne den geringsten Ruckler. So macht Spielen Spaß. Ärgerlich: Die Bildqualität des Bildschirms ist eher „durchschnittlich“. Weder Farben noch Kontraste machten einen guten Eindruck. Dafür ist das Bild hell und dank entspiegelter Oberfläche auch außen nutzbar.

Benchmarks: So schnell ist das Acer Nitro 5 AN517-52 beim Spielen und Arbeiten

In 9 Gaming-Tests und den Testprogrammen Geekbench, 3DMark und PCMark musste das Acer Nitro 5 AN517-52 zeigen, ob es auch in hoher Auflösung und bei vollem Detailgrad eine flüssige Darstellung ermöglicht und wie flott Sie damit arbeiten können:

ACER NITRO 5 AN517-52

Intel Core i7 10750H/16 GB DDR RAM/GTX 1660 Ti 17,3″ (1920×1080), IPS, entspiegelt
GeekbenchSingleMulti
Single/Multi12045379
3DMark Time SpyScore
in Punkte5731
 5707
 5703
 5714
PCMarkScore
Modern5565
in Punkte5447
 5523
 5512
AC Odysseys1080p Ultra High1440p Ultra High2160p Ultra High
in FPS514022
 494022
 494123
 504022
Far Cry 51080p Ultra High1440p Ultra High2160p Ultra High
in FPS866138
 886035
 866136
 876136
Shadow of the
Tomb Raider
1080p Ultra1440p Ultra2160p Ultra High
in FPS754928
 764927
 764929
 764928
Metro Exodus1080p Ultra1440p Ultra2160p Ultra
in FPSKein RTKein RTKein RT
 Kein RTKein RTKein RT
 Kein RTKein RTKein RT
 Kein RTKein RTKein RT
Wolfenstein
Young Blood
1080p Ultra1440p Ultra2160p Ultra
in FPS1227028
 1187128
 1187829
 1197328
Doom Eternal1080p Ultra1440p Ultra2160p Ultra
in FPS1369845
 1409844
 1399746
 1389845
The Witcher 31080p Ultra1440p Ultra2160p Ultra
in FPS715029
 715029
 715030
 715029
GTA V1080p Ultra1440p Ultra2160p Ultra
in FPS1159749
 1169848
 1189848
 1169848
Fortnite1080p Epic1440p Epic2160p Epic
in FPS1076644
 1086545
 1096744
 1086644
GesamtFull HDQHD4K
 966741

Für Büroarbeiten oder aufwendigen Videoschnitt ist das Acer Nitro 5 AN517-52 prima geeignet: Der 6-Kern Intel Core i7 10750H Prozessor, der flotte Arbeitsspeicher und die zügige 1 TB-SSD-Festplatte erreichen beim Testprogramm PCMark 10 eine Punktzahl von 5512 Punkten. Ein Wert, der vor 2 bis 3 Jahren nur von sündhaft teuren Ultrabooks oder kräftigen Desktop-PCs jenseits der 2000€ Grenze erreicht wurde.

Als Gaming-Laptop muss es sich jedoch vorrangig beim Spielen gut schlagen. Hier gibt‘s nur wenig Grund zu tadeln, sofern Sie in der Auflösung Full HD spielen (und mehr ist auch nur beim Anschluss eines externen Bildschirms möglich): Die verbaute GeForce 1660 Ti Grafikkarte erreicht bei den meisten Spielen mehr als flüssige 60 Bilder pro Sekunde (Durchschnittswert: 96). Nur beim äußerst anspruchsvollen Assassins Creed Odysseys ruckelte es etwas.

Wer doch mal gerne am Gaming-Monitor spielt, sollte die Auflösung oder den Detailgrad herunterschrauben: Bei der Auflösung 2560×1440 gabs oftmals Ruckler, die Auflösung 4K war leider oftmals viel zu ruckelig.

Großer Nachteil: Die 1660 Ti unterstützt NVIDIAs Ray-Tracing-Technologie nicht. Sie sorgt für realistischere Licht- und Reflektionseffekte.

Lautstärke und Akku des Acer Nitro 5 AN517-52

Beim Spielen empfehlen wir: Kopfhörer aufsetzen oder die Lautstärke auf Anschlag drehen. Das Gerät erreicht eine Geräuschkulisse von 54 Dezibel und ist damit hörbar lauter als zahlreiche Konkurrenten. Beim Arbeiten oder im Leerlauf hingegen war es mit 34 Dezibel so gut wie nicht hörbar.

Vorteil der lauten Lüfter: Sie sorgen für eine niedrige Temperatur. Mit unserem Temperaturmessgerät wurde auch bei einer längeren Spielesitzung nur 45 Grad auf der Tastatur gemessen. Sie verbrühen sich also nicht die Finger.

Wie bei vielen Spiele-Laptops leidet auch die Akkulaufzeit, da leistungsfähige Komponenten bekanntlich auch mehr Strom fressen. Im Test waren bei Standardeinstellungen auch beim Arbeiten und Video schauen kaum mehr als 3,5 Stunden drin.

Bedienung: Qualität der Tastatur und Touchpads des Acer Nitro 5 AN517-52

Die Tastatur ist bequem zu bedienen und fürs Spielen ausreichend. Dank des großen Abstands zwischen den Tasten tippen und spielen sie sehr treffsicher. Auch verbaut ist ein für Laptops eher unüblicher Ziffernblock, dessen Sinn man jedoch bei einem reinen Gaming-Laptop in Frage stellen darf. Der Mausersatz funktionierte im Test sauber und präzise: Das Touchpad ist mit rund 10x8cm üppig dimensioniert. Leider muss man für einen Klick doch etwas fest zudrücken.

Lautsprecher und Tonqualität

Große Schwächen gibt’s jedoch bei den Lautsprechern: Zwar erreicht das Laptop durchaus hohe Lautstärken, allerdings klingen Stimmen besonders blechern. Ein Kopfhörer oder eine gute Anlage sind hier zu empfehlen.

FAZIT

Der üppige 17 Zoll-Bildschirm und die durchwegs gute Spieleleistung (zumindest bei Full HD) machen das Acer Nitro 5 zu einem genialen Gaming-Laptop für Einsteiger.

PRO

Gute Arbeits- und Spieleleistung
Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

Kontra

Etwas billig wirkende Verarbeitung

IMTEST ERGEBNIS:        gut 2,1

Fotos: IMTEST, Hersteller

IMTEST
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