Mit dem Update auf iOS 18.4, iPadOS 18.4 und macOS Sequoia 15.4 wird die Sprachunterstützung von Apple Intelligence stark erweitert. Unter den neu unterstützen Sprachen ist auch Deutsch. IMTEST hat die Funktionen von Apples künstlicher Intelligenz ausprobiert.
Wie aktiviere ich Apple Intelligence?
Apple Intelligence funktioniert nicht auf allen Geräten, Apple stellt aber eine Übersicht bereit. Bei den iPhones sind es die aktuellen Modelle der iPhone-16-Reihe inklusive dem iPhone 16e sowie das iPhone 15 Pro und Pro Max. Nach dem Update muss Apple Intelligence zunächst in den Einstellungen aktiviert werden, erst dann werden die Funktionen installiert. Offiziell ist Apple Intelligence noch immer als Beta, also als Vorabversion, gekennzeichnet. Einige Funktionen haben es noch nicht in die aktuelle Version geschafft. Dazu gehört zum Beispiel sie lang erwartete Überarbeitung von Siri.

Viele Funktionen sind aber bereits integriert und sollen dem Benutzer das Leben erleichtern. Dabei gibt es einige Besonderheiten: Aus Datenschutzgründen findet die Verarbeitung so weit wir möglich auf dem eigenen Gerät statt. Nur wenn die Leistung nicht mehr ausreicht, greift Apple Intelligence auf spezielle Server zu. Außerdem interessant: Kommt Apple Intelligence an ihre Grenzen, kann sie auf ChatGPT zurückgreifen. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Text generiert werden soll oder bei der Zusammenfassung von umfangreichen Textdateien.

Mehr Überblick in Mail dank Apple Intelligence
Apple Intelligence ist zum Beispiel tief in Mail integriert und bietet hier gleich mehrere Funktionen. Mails werden automatisch in die Kategorien „Wichtig“, „Transaktionen“, „Neuigkeiten und „Werbung“ eingeordnet. Die Möglichkeit sich alle Nachrichten chronologisch anzeigen zu lassen, bleibt natürlich bestehen.

Apple Intelligence unterstützt auch beim Schreiben
Bei Schreiben von Emails kann man sich ebenfalls von Apple Intelligence helfen lassen. Die Schreibtools können einen vorhandenen Text korrekturlesen oder auch umformulieren. Damit wird aus ein paar schnell hingeworfenen Zeilen quasi auf Knopdruck eine professionell formulierte Arbeits-Email mit entsprechender Anrede und Verabschiedung.

Auch beim Verfassen von Texten gibt es Hilfe. Allerdings greift Apple hier auf die Fähigkeiten von ChatGPT zurück. Die Schreibetools stehen auch in vielen anderen Apps zur Verfügung, wie in Notizen oder Pages.
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Bilder bearbeiten und analysieren

Apple Intelligence kommt auch in Fotos zum Einsatz. So lassen sich störende Objekte schnell und einfach aus Fotos entfernen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nach Bildinhalten zu suchen oder sich Informationen zu einem Motiv wie etwa einer abgelichteten Kirche anzeigen zu lassen.

Bilder und Emojis erstellen

Neben diesen überwiegend nützlichen Funktionen gibt es auch noch KI-Funktionen, die eher in den Bereich Spaß fallen. Beispielsweise die neuen Genmojis: Mit Apple Intelligence lassen sich neue Emojis für Nachrichten und Chats erstellen. Wenn man möchte, kann man einem Kaktus einen Hut verpassen oder auch einem Alien einen Bart. Genmoji ist als Funktion in die Emoji-Tastatur integriert.

Mit Image Playground lassen sich mit künstlicher Intelligenz Bilder erzeugen. Einfachen Anweisungen führen schnell zu ansprechenden Ergebnissen. Allerdings ist die Auswahl an Zeichenstilen mit nur drei etwas eingeschränkt – fotorealistisch ist nicht dabei. Image Playground ist als eigenständige App verfügbar, aber auch in anderen Apps wie Notizen integriert.
Einschätzung: So gut ist Apple Intelligence
Apple Intelligence fügt sich fast reibungslos in die bestehenden Apps ein. Das nimmt die Hemmschwelle, sich mit den neuen Funktionen zu beschäftigen. Und die Ergebnisse können überzeugen. Die automatische Sortierung von Mails und auch die kurzen Zusammenfassungen, die man sich anzeigen lassen kann, können Zeit sparen. Auch die Ergebnisse, die das Schreibtool erzeugt, sind durchaus brauchbar. Dass Apple Intelligence für einige Aufgaben auf die etablierte KI ChatGPT zurückgreift, erscheint anfangs etwas seltsam – führt aber auch zu guten Resultaten. Schön ist, dass Apple hier transparent ist: Wird ChatGPT genutzt, ist das auf den ersten Blick zu erkennen. Werden Inhalte aus Dateien an ChatGPT weitergegeben, erfolgt eine Rückfrage. Zusätzlich hat der Nutzer die Wahl, ob er einen ChatGPT-Account nutzen will oder nicht. Spannend bleibt auch, wie gut die neue, smartere Siri ist, wenn Apple sie in einem kommenden Update bereitstellt.