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Thermomix TM 7 mit langen Lieferzeiten: Deswegen kann es länger dauern

Vorwerk hat im Februar den neuen Thermomix TM7 präsentiert. Küchenmaschinen-Fans können das Gerät bereits vorbestellen, müssen sich aber auf lange Lieferzeiten gefasst machen.

© Vorwerk

Beim TM7 brauchen Thermomix-Fans noch viel Geduld. Obwohl die neue Küchenmaschine bereits seit dem 14. Februar vorbestellt werden kann, ist mit der Auslieferung der ersten Geräte wohl erst ab Ende Mai zu rechnen. Vorwerk versprach bei der Bestellung ein “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst”-Prinzip. Schnellkäufer werden damit für ihre Treue belohnt. Allerdings ist der Zahlungstermin für die zeitnahe Zustellung wohl wichtiger, als das Bestelldatum.



Thermomix TM7: Auslieferung nach Zahlungsdatum gestaffelt

Die Auslieferung der neuen Vorwerk-Küchenmaschine staffelt sich nämlich nach dem Zahlungseingang beim Hersteller. Dieser wird nach dem Kauf per Mail bestätigt und in das System eingespeist. Wann man seinen neuen Küchenhelfer bekommt, hängt dann von der geschätzten Lieferzeit ab. Vorwerk hat zu diesem Zweck eine eigene Webseite eingerichtet, auf der Zahlungsdatum und Auslieferung abgeglichen werden können. Vorwerk aktualisiert diese Information vermutlich fortlaufend, solange Bestellungen für den Thermomix TM7 möglich sind.

Der Thermomix TM7 mit Zubehör in Küchenumgebung.
IMTEST konnte bereits Probekochen. Thermomix-Fans müssen sich noch ein paar Monate gedulden, bis der TM7 in ihre Küchen einziehen kann. © IMTEST / Dr. Lotta Kinitz

Dabei zeigt sich: Thermomix-Kunden brauchen noch etwas Geduld. Bestellungen, die bis zum 19. Februar bezahlt wurden, werden zum Beispiel erst am 26. Mai ausgeliefert. Später gezahlte Order brauchen noch mehr Zeit. Derzeit ist das späteste Datum der 14. Juni, dies dürfte sich aber mit fortschreitendem Vorbesteller-Zeitraum noch weiter nach hinten schieben.



Wer auf Rechnung zahlt, braucht mehr Geduld

Wer dem Hersteller nicht drei bis vier Monate im Voraus 1.549 Euro überweisen möchte, braucht noch mehr Geduld. Vorwerk kündigte an, dass Thermomix-Enthusiasten ohne Vorauszahlung bei der Vorbestellung erst zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigt werden. Die Vorauszahler erhalten demnach Priorität in der Auslieferungsreihenfolge, während Interessenten ohne Vorkasse länger auf ihr Gerät warten müssen. Im Wortlaut heißt es auf der Website: „Hast du dich gegen eine Vorauszahlung entschieden, bleibt deine Bestellung selbstverständlich bestehen. Du erhältst deinen TM7 dann entsprechend später – wie gewohnt mit einer Rechnung im Karton. Für Vorbestellungen ohne Vorauszahlung gibt es keine Möglichkeit, den voraussichtlichen Lieferzeitraum online einzusehen.”

Der noch größere Touchscreen ist ein Hauptargument für ein Küchenmaschinen-Upgrade zum Thermomix TM7.

Vorwerk liefert TM7-Bestellungen mit Rechnungszahlung also deutlich später aus. Immerhin: Auf diese Weise bekommen Kunden die Möglichkeit, auf Basis fundierter Tests zu entscheiden, ob sich der neue Thermomix wirklich lohnt – oder ob ein günstigeres Konkurrenzprodukt wie der Monsieur Cuisine für die eigenen Zwecke ebenfalls ausreicht.



Ungewöhnlicher Bestellvorgang beim TM7

Wer noch nie einen Thermomix bestellt hat, könnte sich zudem etwas über das Bestellprozedere beim Hersteller wundern. Genau wie das jüngst pleitegegangene Kult-Unternehmen Tupper setzt der nämlich ausschließlich auf ein Direktvertriebsmodell mit Beratung und Verkauf durch Handelsvertreterinnen. Ähnlich wie bei Tupper ist es sogar möglich, Beratungs-“Partys” zu organisieren, um Freunde von den Produkten zu überzeugen.

Eine reine Online-Vorbestellung ist hingegen nicht möglich. Stattdessen müssen Thermomix-Fans über ein Online-Formular Kontakt mit einer Vorwerk-Repräsentantin aufnehmen, die dann eine Beratungsrolle übernimmt. Ohne diesen Zwischenschritt ist der Kauf eines TM7 nicht möglich.

Das Foto des Redakteurs Eike Cramer

Eike ist Spiele- und Hardware-Redakteur aus Leidenschaft: Nach seinem abgeschlossenen Studium der Politikwissenschaft zog es ihn direkt zur Spieleredaktion...