Die besten Mobilfunktarife für die Familie im Vergleich

Vom Grundschüler bis zum Teenager: Ohne Smartphone geht (fast) nichts mehr. Daher müssen auch für die Kinder Mobilfunktarife her. IMTEST erklärt mit einem Vergleich, für wen sich welcher Smartphone-Tarif eignet.
Mobilfunktarife im Test
Quelle: IMTEST, Getty Images

Mobilfunktarife-Vergleich: Welcher Tarif ist familientauglich?

„Papa, ich habe schon wieder keine Daten mehr übrig. Kannst Du mir bitte noch ein paar Gigabyte für diesen Monat freigeben?“ Wer hier nicht nur Bahnhof versteht, sieht sich und seinen Nachwuchs für den Mobilfunkalltag mit hoher Wahrscheinlichkeit gut aufgestellt. Viele Eltern stoßen hingegen schon bei der Suche nach passenden Mobilfunktarifen für die Familie an ihre Grenzen. Damit daheim der Nervfaktor so gering wie möglich ausfällt und die Familienzufriedenheit hoch bleibt, hat IMTEST die besten Mobilfunktarife für Kinder, Jugendliche und Familien ermittelt.

Dabei wurden sowohl Prepaid-Angebote untersucht als auch einzelne Mobilfunktarife und spezielle Angebote für Familien. Immer im Blick waren hier die unterschiedlichen Bedürfnisse und Nutzungsgewohnheiten von bestimmten Altersgruppen. Denn die Jüngsten verbrauchen in der Regel beispielsweise weitaus weniger Datenvolumen als die Teenager in der Familie. Vor allem auf spezielle Mobilfunktarife von Vodafone, Telekom und o2 hat IMTEST im Vergleich das Augenmerk gelegt.

Mobilfunktarife für die Jüngsten

Das Einstiegsalter, in dem Kinder ein Smartphone bekommen, sinkt kontinuierlich. Laut der VuMA (Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse) nutzen mehr als die Hälfte der 6- und 9-Jährigen bereits ein Smartphone. Für diese Altersgruppen empfehlen sich spezielle, günstige Mobilfunktarife für Kinder, die in erster Linie die Erreichbarkeit des Kindes durch die Eltern garantieren. In der Regel reicht hier ein Prepaid-Tarif (ohne monatliche Fix-Kosten) mit recht geringem Guthaben aus. Vom Anbieter Discotel gibt es beispielsweise für den CleverXS-Tarif im O2-Netz (Kosten: 2,95 Euro pro Monat) 100 Freieinheiten zum Telefonieren oder SMS sowie 100 Megabyte-Inklusiv-Daten zum Surfen. Bei solchen Angeboten sollte das aktuelle Guthaben regelmäßig kontrolliert werden, denn sobald die Prepaid-Karte leer ist, kann das Kind im Notfall niemanden mehr erreichen.

Natürlich lassen sich bestehende Mobilfunkverträge auch um Angebote für Kinder erweitern:

  • Wer einen Laufzeitvertrag bei der Telekom hat (Grundpreis mindestens 29,20 Euro), kann für 4,83 Euro pro Monat eine zusätzliche SIM-Karte mit Telefon- und SMS-Flat ins Telekom-Mobilfunknetz und 500 MB LTE-Daten für Kinder buchen.
  • Vom Anbieter o2 gibt es den Free Starter Flex. Darin sind beispielsweise kostenpflichtige Datenpakete und Zusatzoptionen von vornherein gesperrt. Der Free Starter Flex lässt sich monatlich kündigen beziehungsweise mit einem wachsenden Bedarf an Datenvolumen passend verändern. Das Angebot richtet sich an Bestandskunden, die den Tarif für 4,99 Euro pro Kind dazu buchen können.
  • Bei Vodafone ist die Zusatzkarte Red+ Kids für Kinder mit 15,99 Euro pro Monat und Kind ungleich teurer. Dafür gibt es bei diesem Mobilfunktarif 200 Freiminuten, 50 SMS und 5 GB Daten.

Mobilfunktarife im Vergleich: So sparen Sie und ihre Familie

Je älter die Kinder werden, desto höher fällt auch deren Anteil an der Smartphone-Nutzung aus: Laut VuMA haben aktuell über 80 Prozent der 10- und 11-Jährigen regelmäßig Zugriff auf ein Smartphone. Entsprechend wird für sie auch die Menge des verfügbaren Datenvolumens bei den jeweiligen Mobilfunktarifen wichtiger. Mit dem Prepaid-Tarif Aldi Talk S für 7,99 Euro pro Monat bekommt diese Altersgruppe beispielsweise monatlich drei Gigabyte LTE-Daten und eine Flatrate für Anrufe und SMS. Spätestens wenn die Kinder ins Teenager-Alter kommen, wird der Ruf nach noch mehr Datenvolumen laut. Schon Mobilfunktarife mit 5 Gigabyte kosten aber ab rund 10 Euro aufwärts pro Monat. Bei mehreren Kindern und zusätzlich noch den Verträgen der Eltern belastet dann schnell eine hohe Handyrechnung das Familienbudget bemerkbar.

Wer aber auf Familientarife und Partnerkarten setzt, kann jeden Monat Geld sparen. Die wesentliche Voraussetzung für solche Mobilfunktarife ist ein bestehender Handyvertrag eines Familienmitglieds – etwa bei der Telekom, Vodafone oder O2. Diese Tarife punkten mit übersichtlichen Paketen, in denen viel Datenvolumen, Zusatzkarten und manchmal auch weitere Extras vorahnden sind.

Mobilfunktarife von Vodafone, Telekom & O2 im Vergleich

IMTEST hat für die drei großen deutschen Anbieter eine Übersicht der Mobilfunktarife für Familien zusammengestellt, bei denen es die Möglichkeit gibt, zusätzliche Zweitkarten mit je einer eigenen Rufnummer zu bestellen. Für die Vergleichbarkeit der Tarife wurde dabei jeweils die Datenoption „M“ (für Normalnutzer) ausgewählt. Wer mehr oder weniger Daten braucht, zahlt monatlich entsprechend einen höheren oder einen niedrigeren Betrag.

  • Vodafone
    Ersparnis: Bestehende Vodafone-Kunden können zu ihrem Mobilfunk-Vertrag bis zu 4 Zusatzkarten bestellen – mit je einer eigenen Rufnummer. Dazu gibt es neben einer Kostenersparnis von bis zu 4 x 5 Euro pro Monat und 4 x 5 GB Extra-LTE-Datenvolumen.
    Besonders praktisch ist hier, dass sich das gesamte Datenvolumen im Familientarif für alle Mitglieder aufteilen lässt. Die 35 Gigabyte aus dem Beispiel auf dieser Seite (Haupttarif: RED M plus 3 x Zusatzkartentarife RED+ Allnet) lassen sich etwa mit 8,75 GB pro Familienmitglied nutzen. Wenn jemand aus der Familie mehr Daten brauchen sollte, kann der Nutzer der Hauptkarte weitere GB zur Verfügung stellen. Nachteil: Die Vodafone Pass-Nutzung beschränkt sich auf die Hauptkarte.
  • Telekom
    Zu einem bestehenden Magenta-Mobil-Tarif können Eltern bis zu vier Zweitkarten mit je eigener Rufnummer bestellen. Der Leistungsumfang dieser Zusatz-Karten ist dann identisch mit dem Vertrag der Eltern. Doch nicht nur für die Familie lässt sich die Family Card nutzen. Auch Freunde können von dem Preisvorteil profitieren. Jedoch wird der Tarif ab dem 25. Monat deutlich teurer.
  • o2
    Zum Tarif können sieben Datacards (nur Datennutzung) zugebucht werden, die jeweils auf das im Tarif enthaltene Highspeed-Datenvolumen zugreifen (Connect-Option). Diese Datenkarten sind auch für Tablets nutzbar. Über den Kombi-Vorteil sparen o2-Kunden, wenn sie einen weiteren Mobilfunkvertrag abschließen, 50 % auf die Grundgebühr und sie zahlen zudem keine Anschlussgebühr. Der Nachteil bei o2: 5G wird nicht unterstützt und LTE nur lückenhaft abgedeckt.

Wie sinnvoll sind Mobilfunktarife mit Smartphone?

An dieser Frage kommen die Wenigsten vorbei, die sich mit Mobilfunktarifen auseinandersetzen. Soll man gleich ein Smartphone zu einem Tarif dazu buchen oder nicht? Dabei ist die Rechnung ganz einfach: Kostet das Gerät beispielsweise 29,99 Euro pro Monat zusätzlich, beläuft sich der Betrag über 24 Monate auf knapp 720 Euro – ohne die monatlichen Tarifkosten. Da die Smartphone-Preise aber oft schon wenige Monate nach dem Verkaufsstart stark purzeln, kostet das Wunsch-Smartphone über die Mindestlaufzeit eines Vertrages oft deutlich mehr als der Gerätekauf ohne Vertrag. Von daher sparen die, die sich Mobilfunktarife ohne Smartphone holen.

Das IMTEST-Fazit

Sollen die monatlichen Kosten der Smartphone-Verträge, die Familien für ihre Kinder zahlen, nicht den Kostenrahmen sprengen, sind Mobilfunktarife mit Zweitkarten empfehlenswert. Ein Elternteil muss dafür über einen Bestandstarif bei einem entsprechenden Anbieter wie Vodafone, Telekom oder O2 verfügen. Dann lassen sich recht unkompliziert Zusatz- oder Zweitkarten für die Familie hinzubuchen, die teils sehr lohnenswerten Vergünstigungen wie zusätzlichem Datenvolumen ohne Aufpreis bringen. Sehr gut: Vodafone ermöglicht das minutiöse Aufteilen von Daten zum Internetsurfen innerhalb einer Familie.

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