Wer auf der Suche nach einem neuen Handy ist, stellt schnell fest, dass die aktuellen Top-Smartphones geradezu absurd teuer sind. So kosten sowohl das Apple iPhone 16 Pro Max als auch das Samsung Galaxy S25 Ultra als Flaggschiff-Smartphones je fast 1.500 Euro. Doch beide Hersteller haben auch eine günstigere Modellreihe im Programm. Das Samsung Galaxy A56 5G ist das neuste Modell der beliebten Galaxy-A-Modelle und liegt bei 479 Euro (UVP Stand März 2025). Apple verabschiedet sich vom iPhone SE und ersetzt es durch das neue iPhone 16e für 699 Euro (UVP Stand März 2025). IMTEST lässt die beiden Budget-Neuheiten im Test gegen die Topmodelle antreten.
Die Testkandidaten im Detail
Die beliebteste Smartphone-Marke in Deutschland ist Samsung dicht gefolgt von Apple: Laut einer Umfrage von Statista nutzen knapp 70% aller Smartphone-Benutzer ein Handy eines der beiden Hersteller. Die Galaxy-S25-Serie stellt im Moment die Speerspitze des koreanischen Elektronikriesen dar, bei Apple sind es die Pro-Modelle der iPhone-16-Reihe.
Das Topmodell von Samsung
Samsung Smartphone-Flaggschiff ist aktuell eines der schnellsten Handys. Kamera und Bildschirm können überzeugen, die KI-Integration ist gelungen. Auch der S Pen zur Stiftbedienung des Touchscreens ist weiterhin an Bord.
- PRO
- Sehr hohes Arbeitstempo, gute KI-Integration, S-Pen mitgeliefert
- KONTRA
- Speicher nicht erweiterbar
IMTEST Ergebnis:
gut 1,68
Einen ausführlichen Test des Samsung Galaxy S25 Ultra und der anderen Modelle der S25-Reihe finden Sie hier bei IMTEST.
Das Topmodell von Apple
Im Apple iPhone 16 Pro Max arbeitet der A18 Chip in der größten Ausbaustufe. Das sorgt für ordentlich Tempo. Die Kamera ist gut ausgestattet und lässt sich auch über die neue Touchfläche im Rahmen des iPhones bedienen.
- PRO
- starke Hauptkamera mit effizienter Pixel-Binning-Technologie, gute Makroaufnahmen möglich, hochwertige Verarbeitung.
- KONTRA
- Speicher nicht erweiterbar, Apple Intelligence noch nicht verfügbar
IMTEST Ergebnis:
gut 1,93
Einen ausführlichen Test des Apple iPhone 16 Pro Max und der anderen Modelle der iPhone-16-Reihe finden Sie hier bei IMTEST. Dabei ist zu beachten, dass die Noten in diesem Test noch nach dem Testverfahren von 2024 ermittelt wurden, bislang wurde nur das iPhone 16 Pro Max in die neue Benotung überführt. IMTEST erklärt das aktuelle Testverfahren und die Benotung in dem Artikel “So testet IMTEST Smartphones”.
Sowohl Samsung als auch bei Apple haben vor kurzem ein neues Handy im Budgetbereich vorgestellt. Hier konkurriert das Apple iPhone 16e als Einstiegsmodell mit dem neuen Topmodell der A-Serie von Samsung, dem Samsung Galaxy A56 5G.
Samsungs kleines Flaggschiff-Handy
Das Samsung Galaxy A56 5G ist der stärkste Ableger der neu überarbeiteten A-Serie von Samsung. Auch bei diesem Handy ist KI mit an Bord, allerdings im Vergleich zu Galaxy AI in etwas abgespeckter Form.
- PRO
- gutes Display, sehr lange Akkulaufzeit
- KONTRA
- Speicher nicht erweiterbar, nur IP67
IMTEST Ergebnis:
gut 2,14
Apples günstigtes iPhone
Das Apple iPhone 16e ist aktuell das günstigste Handy, das für Apple Intelligence vorbereitet ist. Dass Apple bei Display und Kamerafunktionen den Rotstift angesetzt hat, merkt man im direkten Vergleich mit den anderen Geräten der iPhone-16-Reihe, im Alltag spielt das aber eine kleinere Rolle, als befürchtet.
- PRO
- sehr gute Verarbeitung, gute Akkulaufzeit
- KONTRA
- Display mit nur 60 Hertz, Apple Intelligence noch nicht verfügbar
IMTEST Ergebnis:
gut 2,08
Einen ausführlichen Test des Apple iPhone 16e finden Sie hier bei IMTEST.
Qualität auch bei Handys der Mittelklasse
Die Zeiten, in denen ein kurzer Blick genügte, um ein günstiges Handy von einem Topsmartphone zu unterscheiden, sind schon seit einigen Jahren vorbei. Ausnahme: die Bildschirme der beiden Topmodelle fallen größer aus: 6,9 Zoll beim Apple iPhone Pro Max genauso wie beim Samsung Galaxy S25 Ultra. Das Galaxy A56 5G misst 6,7 Zoll, das iPhone 16e ist mit 6,1 Zoll das kleinste Gerät.

Außerdem ist bei den teuren Smartphones die Auflösung höher und die Bildschirmränder sind etwas schmaler. Auch bei der Helligkeit gibt es Unterschiede. Das iPhone 16 Pro Max war in den Labormessungen mit knapp 2.000 Candela pro Quadratmeter (cd/qm) deutlich heller als das iPhone 16e, dass knapp unter 800 cd/qm erreichte. Auch bei den beiden Samsung-Smartphones zeigt sich ein ähnlicher Unterschied zwischen dem teuren und dem günstigen Handy – allerdings liegen die Werte mit knapp 1.750 cd/qm für das Galaxy S25 Ultra und etwas 1.200 cd/qm deutlich näher beieinander. Bei Verarbeitung und den Materialien gibt es bei allen vier Testgeräten nichts zu bemängeln. Auch die Budget-Modelle sind tadellos verarbeitet. Der optische Unterschied zwischen einem teuren und einem günstigen Handy liegt hier im Detail. So sind zum Beispiel die Metallrahmen des Galaxy A56 und des iPhone 16e aus Aluminium, das Galaxy S25 Ultra setzt wie das iPhone 16 Pro Max auf robusteres Titan.
Bei der Kamera trennt sich die Spreu vom Weizen
Ein Punkt, an dem ein Smartphone-Hersteller Kosten sparen kann, ist die Kamera. Besonders deutlich wird das beim Apple iPhone 16e: Die einzelne Kamera auf der Rückseite sieht fast ein wenig verloren aus, so sehr ist man an Kameramodule mit zwei oder mehr Linsen gewöhnt. Dabei bleibt weniger die Bildqualität auf der Stecke, Apple hat vor allem am Funktionsumfang der Kamera gespart. In Standardsituationen macht auch das iPhone 16e gute Fotos: Bilder ohne Zoom gelingen mit dem günstigeren Handy ähnlich gut wie mit dem iPhone 16 Pro Max.

Das teure iPhone punktet bei der Kamera mit Ausstattung und Einstellmöglichkeiten. Ambitionierte Smartphone-Fotografen freuen sich über eine Makrokamera, einen besseren Zoom und auch über die Kamerasteuerung über eine kleine Bedienfläche in der Seite.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei den Samsung-Handys. Zwar ist im Galaxy A56 neben der Hauptkamera noch eine Makrokamera und ein Ultra-Weitwinkel verbaut, trotzdem ist die Kamera des Galaxy S25 Ultra wesentlich umfangreicher ausgestattet. So bleibt der zehnfache optische Zoom dem Topmodell vorbehalten. Außerdem löst die Hauptkamera wesentlich höher auf.
Günstige Smartphones unter 500 Euro im Test
Auf der Suche nach dem besten Budget-Smartphone? IMTEST hat die Top-Modelle bis 500 Euro getestet und zeigt, welches Gerät in Sachen Qualität und Preis-Leistung wirklich überzeugt.
Sind die Topmodelle wirklich schneller?
Samsung verbaut im Galaxy A56 und im Galaxy S25 Ultra unterschiedliche Chips. Das wirkt sich auf die Leistung aus, so gehört das Galaxy S25 Ultra zu den schnellsten Smartphones, die IMTEST getestet hat. Das Galaxy A56 ist deutlich langsamer. So erreicht das günstige Handy im Geekbench 6 mit 3.881 Punkten nicht einmal die Hälfte des Ergebnisses des Galaxy S25 Ultra – das schafft satte 10.049 Punkte. Im Alltag ist bei beiden Geräten mehr als ausreichend Leistung vorhanden, nur bei sehr rechenintensiven Aufgaben oder bei sehr aufwendigen Spielen hat das Galaxy S25 Ultra mehr Reserven.

Apple geht einen etwas anderen Weg und verbaut im iPhone 16e genau wie in den anderen iPhones der aktuellen Generation einen A18-Chip aus eigenem Hause. Allerdings hat er in der günstigen Variante zwei Grafikkerne weniger als im iPhone 16 Pro Max. Im Geekbench 6 liegen iPhone 16e und iPhone 16 Pro Max mit jeweils knapp 8.100 Punkten gleichauf. Ist aber Grafikleistung gefragt, zeigen sich Unterschiede: Im 3DMark Wildlife Extreme erreicht das iPhone 16e 3.176 Punkte, das iPhone 16 Pro Max 4.305. Aber auch bei den Apple-Geräten ist für Social Media oder Surfen im Internet genügend Leistung vorhanden.
KI-Funktionen: Hier liegt Samsung (noch) vorne
Künstliche Intelligenz ist bei vielen Smartphone-Herstellern aktuell das Mittel der Wahl, ihre Flaggschiff-Geräte zu bewerben. Auch Samsung setzt auf KI. Die KI-Funktionen sind dank Galaxy AI bei den Geräten der S25-Serie, also auch beim Galaxy S25 Ultra, stärker in die Apps und das System integriert als je zuvor. Das erleichtert den Umgang mit KI auf dem Handy stark. Aber auch das Samsung Galaxy A56 bringt viele KI-Funktionen mit, die sich aber nicht ganz so nahtlos in das System einfügen und auch nicht ganz so umfangreich ist wie bei der S25-Reihe. KI zum Erstellen oder Übersetzen von Texten, oder auch zum Entfernen von störenden Objekten aus Fotos ist aber auch beim Galaxy A56 an Bord und funktioniert gut.

Apple hinkt hier, zumindest für den Moment, noch hinterher. Apple Intelligence soll Siri smarter machen, laut Aussage des Herstellers aber erst ab Anfang April. Die KI-Funktionen waren zum Zeitpunkt des Tests also noch nicht verfügbar. Allerdings bieten spezielle Apps die Möglichkeit, sich einen groben Eindruck von der Leistungsfähigkeit der den iPhones verbauten Technik bei KI-Berechnungen zu verschaffen. Und dabei zeigt sich, dass das günstigste aktuelle iPhone-Modell mit den teureren iPhones hier mithalten kann. Die Ergebnisse von iPhone 16e und iPhone 16 Pro Max sind fast gleich. Zumindest technisch scheinen also alle iPhones der aktuellen Generation gut auf den Start von Apple Intelligence vorbereitet zu sein.
Fazit
Auch die beiden kleinen und günstigen Smartphones im Test haben viel zu bieten. Das Samsung Galaxy A56 5G bietet eine solide Ausstattung und punktet mit KI. Das iPhone 16e ist fast genauso schnell wie ein iPhone 16 Pro Max. Bei beiden Handys muss der Käufer bei Bildschirm und Kamera Abstriche machen, die aber im Alltag bei normaler Nutzung kaum ins Gewicht fallen. Natürlich übertreffen das Samsung Galaxy S25 Ultra und das iPhone 16 Pro Max die günstigen Geräte in vielen Punkten. Für Nutzer, die das Beste aus Foto und Video herauskitzeln wollen, sind vor allem die besseren Kameras der Topmodelle interessant. Es lohnt sich aber, die eigenen Ansprüche bei der Wahl eines neuen Smartphones nicht aus den Augen zu verlieren, denn der Aufpreis vom Sprung von der Mittel- in die Oberklasse ist sehr hoch.
Die Testergebnisse im Detail
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