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Die besten Smart Rings 2024: Wer kann Oura schlagen?

IMTEST hat aktuelle Smart Rings getestet. Mit welchem Modell am Zeigefinger hat man die Gesundheit und Fitness zuverlässig im Blick?

Zwei Hände, an denen insgesamt fünf Smarte Ringe stecken.
© IMTEST

Smartwatches und Fitnesstracker, die als schlaue Uhren oder Armbänder die Gesundheit und Fitness der Träger im Auge behalten, erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Die Geräte zählen etwa die Schritte, messen die Herzfrequenz, ermitteln das Stresslevel und halten den Trainingsfortschritt fest. Neu im Bereich der Wearables sind Smart Rings. Sie wollen die gleichen Funktionen bieten und dabei dezent wie ein Schmuckstück am Finger getragen werden. Im Test hat sich IMTEST nicht nur mit den aufgezeichneten Daten und der Messgenauigkeit beschäftigt, sondern auch unter anderem mit dem Tragekomfort und den zugehörigen Smartphone-Apps. Testsieger im großen Vergleichstest ist der Samsung Galaxy Ring (Note 1,9).

Die besten Smart Rings im Vergleich

In diesem Artikel vergleicht IMTEST die folgenden Modelle:



Testsieger: Samsung Galaxy Ring

Testsieger ist der Galaxy Ring von Samsung. Dieser Ring misst viele Gesundheitswerte. So ermittelt er die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung, die Körpertemperatur und das Stresslevel. Im Labor hat der Ring darüber hinaus bewiesen, dass er genau zu messen versteht: So gibt es beim Puls nur einen Schlag Abweichung im Vergleich zum selbst-gemessenen Wert im IMTEST-Labor. Außerdem kann das Modell den Schlaf sowie die Atmung tracken und den Zyklus überwachen. 

Darüber hinaus erfasst er sehr viele Aktivitätsdaten, sogar mehr als die beiden Sportskanonen von Ultrahuman und Rogbid. Spannend ist auch, dass der Ring die Aktivitäten Gehen und Laufen erkennt, ohne dass vorab in der zugehörigen Samsung Health App etwas eingestellt werden muss. Die App ist kostenlos, sehr übersichtlich aufgebaut und leicht zu bedienen. Alle Inhalte stehen auf Deutsch zur Verfügung und sind verständlich formuliert. Zudem gibt es hier Funktionen zur Motivation sowie Trainingsmaterial.

Der Samsung Galaxy Ring kann in nahezu allen Testpunkten voll überzeugen © IMTEST / Sandra Fischer

Ebenfalls wichtig: Der Ring ist sehr hochwertig verarbeitet und lässt sich sehr angenehm tragen. Damit man stets weiß, ob der Ring richtig sitzt, hat der Galaxy Ring außen eine kleine sichtbare und fühlbare Markierung, die an der Handinnenfläche sitzen muss. Um die richtige Größe zu bestimmen, stellt der Hersteller außerdem vorab ein kostenloses Größenprobier-Set zur Verfügung. Auch die Akkulaufzeit ist mit sechs Tagen als gut zu bewerten. Ein kleiner Kritikpunkte ist dagegen die fehlende Notruf-Funktion im Fall eines Sturzes.

IMTEST Ergebnis:

gut 1,9



Die weiteren Testkandidaten im Detail

Im Folgenden stellt IMTEST auch die weiteren Smart Rings des Vergleichstests vor.

Zweiter Platz: RingConn Gen 2

Auf dem zweiten Platz landet der Gen 2 von RingConn. Dieser zeichnet ebenfalls viele Gesundheitswerte auf, misst die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung, die Körpertemperatur und das Stresslevel. Ebenso wie der Galaxy Ring von Samsung gibt es auch hier bei der Pulsmessung nur einen Schlag Abweichung gegenüber dem selbst-gemessenen Wert im Labor. Neben dem Schlaf, der Atmung und dem weiblichen Zyklus hat dieses Modell sogar eine Funktion, um Schlafapnoe zu überwachen.

Die getrackten Daten bereitet RingConn sehr übersichtlich und verständlich in der komplett kostenlosen App auf. Hier stehen alle Inhalte auf Deutsch zur Verfügung und sind verständlich formuliert. Als hilfreiche Dateninterpretationen bietet die App nicht nur einen Schlaf- und einen Aktivitätsscore, sondern auch einen Stressmanagement-Score und einen Score für die Gesundheitswerte. Aus diesen Einzelwerten wird zudem ein übergeordnetes “Wellness-Gleichgewicht” berechnet.

Der Gen 2 von RingConn ist besonders schlank und leicht © IMTEST / Sandra Fischer

Der Ring selbst ist sehr hochwertig verarbeitet, extrem schlank und leicht und sehr angenehm zu tragen. Besonders positiv hervorzuheben ist darüber hinaus die Akkulaufzeit von elf Tagen. An diesen Wert kommt kein anderer Ring auch nur annähernd ran! Kritikpunkte sind dagegen die verhältnismäßig wenigen erfassten Aktivitätsdaten, die fehlende Notruf-Funktion im Fall eines Sturzes und das nicht-vorhandene Trainingsmaterial in der App.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,1

Dritter Platz: Oura Heritage

Der Drittplatzierte Oura Heritage kann zahlreiche Gesundheitswerte aufzeichnen. So misst der Ring die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung, die Hauttemperatur und das Stresslevel. Im Labor hat das Modell dabei bewiesen, dass es den Puls äußerst genau zu messen versteht: So gibt es keinerlei Abweichung im Vergleich zum selbst-gemessenen Wert. Außerdem kann der Ring den Schlaf sowie die Atmung tracken und den Zyklus überwachen. Im Bereich der Aktivitätsdaten erfasst der Heritage unter anderem die Schritte, die Kalorien, die Bewegungsintensität, die Trainingsfrequenz und Phasen der Inaktivität.

Smart Ring Oura Heritage
Der Ring von Oura glänzt mit einer sehr hochwertigen Verarbeitung © IMTEST

In der Oura-App, die sich recht einfach bedienen lässt, kann man sich dann die Tagesform sowie eine Aktivitäts- und eine Schlafbewertung ansehen. Negativ fällt dabei auf: Für detaillierte Ergebnisse und alle Auswertungen muss man bei Oura jedoch eine Mitgliedschaft abschließen, die im ersten Monat kostenlos ist, danach aber 5,99 Euro monatlich kostet. Unabhängig davon bietet der Ring einen hohen Tragekomfort: Er ist vergleichsweise leicht (vier bis sechs Gramm) und sehr hochwertig verarbeitet. Auch die Akkulaufzeit des Smart Rings kann sich sehen lassen: Ganze sechs Tage hat der Ring im Praxistest bei IMTEST durchgehalten. Um bezüglich der Größe auf Nummer sicher zu gehen, kann man sich bei der Bestellung vorab ein kostenloses Größenprobier-Set schicken lassen.

Update vom 31.01.2024: Stress-Toleranz jetzt auch ausgewertet

Die Smart Ringe von Oura bieten den Abonnenten durch ein Update jetzt eine neue Möglichkeit, ihren physiologischen Stress zu verfolgen und zu verstehen. Dafür greift Oura auf die erfassten Stress-Daten sowie auf Informationen zur Erholung während des Tages und im Schlaf zurück. In der App kann dann die Stress-Belastbarkeit im Verlauf der Zeit dargestellt werden.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,3

Vierter Platz: RingConn Smart Ring

Auf dem vierten Platz im IMTEST-Vergleichstest landet der Smart Ring von RingConn. Dieser kann – genau wie die Ringe von Samsung und Oura – im Bereich der Gesundheitswerte die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung, die Hauttemperatur und das Stresslevel messen und ebenfalls den Schlaf sowie die Atmung tracken. Eine Zyklusüberwachung ist hier jedoch nicht vorgesehen. Dafür überzeugt auch dieses Modell mit einer sehr akkuraten Puls-Messgenauigkeit: Der erfasste Wert entspricht exakt dem selbst-gemessenen Wert. Zudem erfasst der Ring ebenfalls Aktivitätsdaten wie die Kalorien, Schritte, Bewegungsdauer und Bewegungsintensität. Im Vergleich zu Oura und Samsung sind hier allerdings etwas weniger verschiedene Aufzeichnungen möglich.

Smart Ring von RingConn
Der Smart Ring von RingConn überzeugt mit zahlreichen Auswertungen der erfassten Daten
Smart Ring von RingConn
Im Vergleich zu einigen Konkurrenten ist dieser Ring eher schmal und dünn
Smart Ring von RingConn
Zudem ist der Ring angenehm leicht und bietet auch durch die eckige Form einen hohen Tragekomfort

In der aufgeräumten und sehr leicht bedienbaren App glänzt der Ring mit zahlreichen Auswertungen der erfassten Daten. So wird beispielsweise auch ein Stress-Score berechnet. Anders als bei Oura ist die App von RingConn komplett kostenfrei. Im Punkt Akkulaufzeit schneidet der Smart Ring ebenfalls sehr gut ab: 6,5 Tage, also fast eine Woche, hat der Ring bei IMTEST durchgehalten. Und auch der Tragekomfort hat im Test begeistert: Das Modell ist extrem leicht (drei bis fünf Gramm), eher dünn und verrutscht aufgrund seiner eckigen Außenform seltener am Finger als die Konkurrenz, sodass die Sensoren öfter an der richtigen Stelle sitzen. RingConn bietet genau wie Oura und Samsung ein kostenloses Größenprobier-Set.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,4

Fünfter Platz: Amazfit Helio Ring

Den fünften Platz im großen Vergleichstest kann sich der Helio Ring von Amazfit sichern. Dieser lässt sich angenehm tragen und ist sehr wertig verarbeitet. Zudem bietet er den Nutzern recht viele messbare Werte. So ermittelt er die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung und auch die Körpertemperatur. Die Puls-Messgenauigkeit hat sich dabei im Test als hoch erwiesen. Eine Abweichung von zwei Schlägen gegenüber dem selbst-gemessenen Wert hat IMTEST im Labor herausgefunden. Außerdem kann der Ring den Schlaf und die Atmung überwachen sowie das Stresslevel bestimmen. Zudem werden viele Aktivitätsdaten getrackt. Die Aufbereitung der umfangreichen Daten in der App könnte jedoch etwas übersichtlicher gestaltet sein. 

Der Smart Ring Amazfit Helio erfasst viele Gesundheitsdaten und ist akkurat in der Aufzeichnung der Herzfrequenz
Er lässt sich angenehm tragen und ist sehr wertig verarbeitet
Die Akkulaufzeit ist mit vier Tagen allerdings etwas kurz

Außerdem ist die Akkulaufzeit mit vier Tagen eher kurz. Etwas bedauerlich ist zudem, dass der Hersteller kein Größenprobier-Set anbietet, eine Notruf-Funktion nicht vorgesehen ist und Trainingsmaterialen in der zugehörigen Zepp-App hinter einer Bezahlschranke liegen. Die App an sich lässt sich zwar recht einfach bedienen und alle Inhalte sind auf Deutsch verfügbar, zum Teil ist sie jedoch etwas unübersichtlich aufgebaut. An den Heritage von Oura oder den Galaxy Ring von Samsung kommt der Ring von Amazfit daher insgesamt nicht ganz ran.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,4

Sechster Platz: Ultrahuman Ring AIR

Den sechsten Platz im Vergleichstest belegt der Ring AIR von Ultrahuman. Dieses Modell besitzt seine große Stärke im Aufzeichnen zahlreicher Aktivitätsdaten. So werden beim Sport neben dem Kalorienverbrauch und der Schrittzahl etwa auch die Geschwindigkeit und die Distanz erfasst. Allerdings trackt dieses Modell weder das Stresslevel noch die Atmung und schneidet zudem bei der Puls-Messgenauigkeit mit einer Diskrepanz von vier Schlägen eher schlecht ab.

Ring AIR von Ultrahuman.
Der Ring von Ultrahuman trackt besonders viele Aktivitätswerte © IMTEST

Mit seinem stärkeren Fokus auf Sport bietet der Ring AIR in seiner recht einfach bedienbaren und kostenlosen App zudem Trainingsvideos sowie Audiodateien zum Meditieren und Einschlafen. Allerdings fällt die Datenauswertung bei diesem Gerät etwas dürftig aus. So werden nur die Tagesform und eine Aktivitätsbewertung angezeigt. Der Smart Ring von Ultrahuman bietet ebenfalls einen recht hohen Tragekomfort, jedoch erhält man hier eher als bei Oura und Samsung einen leichten Plastik-Eindruck. Die Akkulaufzeit dieses Geräts ist mit 5,5 Tagen noch als gut zu bewerten. Ultrahuman bietet ebenfalls ein kostenloses Größenprobier-Set.

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 2,6

Preis-Leistungs-Sieger: Rogbid Smart Ring

Preis-Leistungs-Sieger bei IMTEST ist der Rogbid Smart Ring. Im Testbereich Gesundheitswerte schneidet dieser etwas schlechter ab als das Modell von Oura. So erfasst der Smart Ring die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung und die Körpertemperatur. Außerdem kann der Ring von Rogbid den Schlaf und den Zyklus tracken. Im Gegensatz zum Modell von Samsung kann der Ring jedoch nicht die Atmung überwachen und auch nicht das Stresslevel bestimmen. Allerdings ist er bei der Puls-Messung sehr genau: Hier gibt es keinerlei Abweichung im Vergleich zum selbst gemessenen Wert. Darüber hinaus erfasst der Ring sehr viele Aktivitätsdaten.

Der Ring von Rogbid ist am Finger vergleichsweise dick und kantig
Der Smart Ring von Rogbid misst den Puls sehr genau

Mithilfe der Werte, die der Ring im Laufe von Tag und Nacht festhält, werden ein Gesundheitsscore, ein Aktivitätsscore und ein Schlafscore berechnet. Die zugehörige AIZO RING App lässt sich zumindest auf Englisch sehr leicht bedienen und bietet neben der Datenauswertung auch diverse Funktionen zur Motivation, wie Ziele und Smileys. Außerdem ist sie komplett kostenfrei. Positiv zu bewerten sind darüber hinaus die Notruf-Möglichkeit und die Touch-Funktion, die jedoch nicht immer zuverlässig funktioniert. Große Kritikpunkte stellen dagegen die etwas billige Verarbeitung und der etwas niedrige Tragekomfort aufgrund der scharfen Kante dar. Auch die Akkulaufzeit ist mit 4,25 Tagen als eher kurz zu bewerten.

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 2,7

Achter Platz: Blaupunkt-Ring

Auf dem achten Platz im Vergleichstest landet der Blaupunkt-Ring, der angenehm zu tragen und wertig verarbeitet ist. Im Bereich der Gesundheitswerte bietet er den Nutzern mäßig viele messbare Werte. So ermittelt er die Herzfrequenz, die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung und auch die Körpertemperatur. Die Puls-Messegenauigkeit hat sich dabei im Test als sehr hoch erwiesen. Außerdem kann der Ring den Schlaf überwachen sowie das Stresslevel bestimmen. Im Gegensatz zu einigen Smartwatches und Fitnesstrackern kann der Blaupunkt-Ring allerdings nicht den Blutdruck messen oder einen EKG durchführen. Auch die Atmung und den weiblichen Zyklus trackt dieser Smart Ring nicht. Andere Hersteller wie Oura sind hier weiter.

Der Smart Ring von Blaupunkt bietet nur eine geringe Datenauswertung
Dafür lässt er sich angenehm tragen und ist wertig verarbeitet
Zudem misst der Ring sehr viele Aktivitätsdaten

Um die richtige Größe zu bestimmen, stellt der Hersteller vorab ein Größenprobier-Set zur Verfügung. Zudem misst der Ring sehr viele Aktivitätsdaten und stellt diese während des Trainings und danach übersichtlich in der App dar. Die Akkulaufzeit ist mit fünf Tagen noch als gut zu bewerten. Darüber hinaus ist die zugehörige App kostenlos und lässt sich recht einfach bedienen. Kritikwürdig ist hier insbesondere die geringe Datenauswertung (nur Schlafscore) sowie die fehlende Notruf-Funktion im Fall eines Sturzes.

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 2,8

Neunter Platz: Newgen Medicals Fitness-Ring

Wie der Rogbid-Ring verfügt auch der Fitness-Ring von Newgen Medicals über eine Touch-Funktion. In der App des Geräts kann man einstellen, für welchen Zweck das Tippen auf einen markierten Bereich des Rings genutzt werden soll. Hier steht zum Beispiel das Steuern von Musik auf dem Smartphone oder das Weiter-Klicken von Folien in Power Point zur Auswahl. Zudem kann bei diesem Ring im Fall eines Sturzes über die App auf die SOS-Funktion des Telefons zugegriffen werden, um einen Notruf abzusetzen. Außerdem ist der Ring in der Lage, zahlreiche Gesundheitswerte aufzuzeichnen (lediglich die Atmung kann mit diesem Modell nicht überwacht werden) und den Puls sehr genau zu messen.

Fitness-Ring von Newgen Medicals.
Die Kanten des Modells von Newgen Medicals können beim Händewaschen oder -trocknen die andere Hand schneiden
Fitness-Ring von Newgen Medicals.
Als einziger Ring im Test verfügt dieses Modell über eine praktische Touch-Funktion
Fitness-Ring von Newgen Medicals.
Verglichen mit den anderen Smart Ringen ist das Modell von Newgen Medicals eher dick

Bei den erfassten Aktivitätsdaten sieht es etwas dürftiger aus, die Datenauswertung in der leicht bedienbaren und kostenlosen App ist dagegen als gut zu bewerten. Hierbei ist es wichtig, die App auf Englisch einzustellen, da auf Deutsch unzählige Übersetzungsfehler die Nutzung erschweren. Ein Kritikpunkt ist zudem der niedrigere Tragekomfort: Anders als die Konkurrenten besitzt der Fitness-Ring an den Seiten scharfe Kanten, die insbesondere beim Händewaschen oder -abtrocknen unangenehm sein können. Der Ring von Newgen Medicals besitzt eine befriedigende Akkulaufzeit von vier Tagen. Ein Größenprobier-Set gibt es hier nicht.

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 2,8

Zehnter Platz: SoPlus Smart Health Ring

Der Smart Health Ring von SoPlus erfasst mit der Bewegungsdauer, den Schritten, den aktiven Stunden, der Distanz und den Kalorien nur vergleichsweise wenige Aktivitätsdaten. Im Bereich der Gesundheitswerte ermittelt der Ring die Blutsauerstoffsättigung, die Hauttemperatur und die Herzfrequenz. Die Puls-Messgenauigkeit ist dabei sehr hoch: Hier konnte im Test nur eine Abweichung von einem Schlag festgestellt werden. Den Schlaf trackt dieses Modell ebenso. Im Gegensatz zu den anderen Testkandidaten kann man sich jedoch in der kostenlosen App dieses Rings die aufgezeichneten Daten nur anschauen: Interpretationen der Werte gibt es hier in keiner Form. Zudem ist die App derzeit nur für iOS verfügbar, nicht jedoch für Android-Geräte.

Der Smart Health Ring von SoPlus.
Der Ring von SoPlus zeichnet Daten nur auf, bietet aber keine Analysen © IMTEST

Der Akku des Rings von SoPlus hält im Test nur vier Tage, was einer Note 3 (befriedigend) entspricht. Darüber hinaus ist die Verarbeitung des Modells etwas billig. Er wirkt deutlich klobiger und schwerer (sechs Gramm) als insbesondere die Modelle von Oura, Samsung und RingConn. Allerdings ist der Tragekomfort höher als bei dem Modell von Newgen Medicals, da es hier keine scharfen Kanten gibt. Ein Größenprobier-Set wird indes auch von diesem Hersteller nicht angeboten.

IMTEST Ergebnis:

ausreichend 3,7

Der Smart Ring Test

Im Folgenden erklärt IMTEST, wie Smart Rings im Alltag und Labor getestet werden. Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema gibt es unter diesem Link.

Welche Smart Rings testet IMTEST?

Die Auswahl der Testprodukte erfolgt mithilfe einer Marktrecherche. Hierbei gibt es Kritikpunkte wie: Welche Marken oder Ringe sind besonders relevant oder beliebt? Gibt es zum Beispiel Trends auf Social Media? Oder Kassenschlager bei Amazon? Gibt es neue Smart Rings mit einzigartigen Funktionen? Ist ein passendes Modell identifiziert, setzt sich IMTEST mit dem Hersteller in Verbindung, um das Testgerät anzufordern.

Das sind die Testkriterien

Im Praxistest bei IMTEST wurden der Tragekomfort und die Verarbeitung der Ringe gründlich unter die Lupe genommen. Sehr wichtig für die Bewertung ist daneben, welche Aktivitäts- und Gesundheitsdaten die Ringe aufzeichnen können und wie akkurat sie dabei sind. Auch die Akkulaufzeit wurde bewertet: Wie lange halten Ringe durch, die den ganzen Tag Daten sammeln? Zudem hat IMTEST die zugehörigen Apps getestet: Wie leicht sind diese zu bedienen? Inwieweit werten sie die gemessenen Daten aus? Wird im Ernstfall ein Notruf abgesetzt? Zu guter Letzt hat IMTEST auch analysiert, ob für das Funktionieren der App eine kostenpflichtige Mitgliedschaft nötig ist und ob die Hersteller ein Größenprobier-Set anbieten.

Ratgeber Smart Rings

Im Folgenden erklärt IMTEST, wie Smart Rings richtig getragen werden und welche Unterschiede es zu Smartwatches und Fitnesstrackern gibt.

So werden die Ringe getragen

Um die Gesundheits- und Fitness-Daten möglichst akkurat zu erfassen, raten die Hersteller dazu, den Smart Ring am Zeigefinger zu tragen – und das rund um die Uhr. Denn um den Schlaf zu tracken und durchgehend Werte zu ermitteln, müssen die Ringe auch nachts getragen werden. Das ist erstmal gewöhnungsbedürftig, zumal die Ringe durch die eingebaute Technik breiter und dicker als die meisten Schmuck-Ringe sind. Wichtig ist außerdem, dass die Sensoren der Ringe auf der Handinnenfläche am Finger anliegen.

Unterschiede zu Smartwatch und Fitnesstracker

Anders als Smartwatches oder Fitnesstracker können Smart Rings ihre ermittelten Werte nicht selbst anzeigen. Um die Daten und deren Auswertung einzusehen, benötigt man stets die zugehörige App auf dem Smartphone. Auch der Umgang mit Trainingseinheiten ist bei diesen Wearables anders. In Smartwatches oder Fitnesstrackern kann man für verschiedene Sportarten einen Trainingsmodus starten und während des Sports sowie danach Werte wie die verbrannten Kalorien der jeweiligen Einheit ablesen. Die getesteten Ringe sind dagegen darauf ausgelegt, diese Werte eher über den ganzen Tag hinweg und nicht für konkrete Workouts zu messen. Sie eignen sich also eher als schlaue Tagesbegleiter und weniger als explizite Sportbuddies.

Ein Smart Ring liegt auf einer Holzfläche.
Smart Rings messen mit ihren Sensoren rund um die Uhr Daten der Nutzer © IMTEST / Sandra Fischer

FAQ

Welcher Smart Ring ist der beste?

Testsieger bei IMTEST ist der Galaxy Ring von Samsung, der die Stärken der anderen Ringe clever bündelt. Er misst viele Gesundheitswerte, bietet eine hohe Puls-Messgenauigkeit und erfasst sehr viele Aktivitätsdaten. Diese Daten werden zusammen mit dem Energiewert (Tagesform) und dem Schlafscore übersichtlich und verständlich in der Samsung Health App dargestellt, die kostenlos ist und viele Funktionen zur Motivation sowie Trainingsmaterial bietet. Zudem ist der Ring sehr hochwertig verarbeitet und lässt sich sehr angenehm tragen. Auch die Akkulaufzeit ist mit sechs Tagen als gut zu bewerten.

Was ist eine günstige Alternative zum Oura Ring?

Eine günstige Alternative zum Oura Ring ist der Smart Ring von Rogbid. Dieser erfasst sehr viele Aktivitätsdaten, misst wichtige Gesundheitswerte und besitzt eine sehr hohe Puls-Messgenauigkeit. Mithilfe der Werte, die der Ring im Laufe von Tag und Nacht festhält, werden ein Gesundheitsscore, ein Aktivitätsscore und ein Schlafscore berechnet. Die zugehörige AIZO RING App lässt sich zumindest auf Englisch sehr leicht bedienen und bietet neben der Datenauswertung auch diverse Funktionen zur Motivation, wie Ziele und Smileys. Außerdem ist sie komplett kostenfrei. Positiv zu bewerten sind darüber hinaus die Notruf-Möglichkeit und die Touch-Funktion, die jedoch nicht immer zuverlässig funktioniert.

Hat Apple einen Smart Ring?

Aktuell hat Apple noch keinen Smart Ring im Sortiment. Eine Patentanmeldung liegt laut Medienberichten jedoch beim US-Patent- und Markenamt vor. Der beste Smart Ring, dessen App auf dem iPhone funktioniert, ist der Gen 2 von RingConn. Dieser misst viele Gesundheitswerte und hat sogar eine Funktion, um Schlafapnoe zu überwachen. Zudem bietet der Ring eine hohe Puls-Messgenauigkeit und stellt die getrackten Daten übersichtlich und verständlich in der komplett kostenlosen App zur Verfügung. Außerdem ist der Ring sehr hochwertig verarbeitet, extrem schlank und leicht und sehr angenehm zu tragen. Besonders positiv hervorzuheben ist daneben die unangefochten lange Akkulaufzeit von elf Tagen.

An welchem Finger trägt man einen Smart Ring?

Um die Gesundheits- und Fitness-Daten möglichst akkurat zu erfassen, raten die Hersteller dazu, den Smart Ring am Zeigefinger zu tragen. Wichtig ist außerdem, dass die Sensoren der Ringe auf der Handinnenfläche am Finger anliegen, da hier die Haut am dünnsten ist. Um den Schlaf zu tracken und durchgehend Werte zu ermitteln, sollten die Ringe dabei auch nachts getragen werden. Das ist erstmal gewöhnungsbedürftig, zumal die Ringe durch die eingebaute Technik breiter und dicker als die meisten Schmuck-Ringe sind.

Kann ein Smart Ring Schritte zählen?

Alle von IMTEST getesteten Ringe können die täglichen Schritte der Nutzer zählen. Doch nicht nur das: Auch die verbrannten Kalorien werden von allen Ringen erfasst. Darüber hinaus gibt es Ringe, die man als wahre Sport-Buddys bezeichnen könnte, allen voran der Ultrahuman Ring AIR, der Rogbid Smart Ring und der Samsung Galaxy Ring. Bei diesem werden in der App während einer sportlichen Aktivität neben der Dauer und der Distanz auch die Herzfrequenz, Geschwindigkeit, Höhe, Minuten pro Kilometer und verbrannten Kalorien angezeigt.

Wie lange hält der Akku eines Smart Rings?

Im Praxistest bei IMTEST hat der Akku des RingConn Gen 2 ganze elf Tage durchgehalten. Ein absoluter Spitzenwert, an den kein anderer Smart Ring auch nur annähernd rankommt. Durchschnittlich halten die Ringe etwa fünf Tage durch. Der Samsungs Galaxy Ring kommt auf sechs Tage. 

Kann man mit einem Smart Ring bezahlen?

Die in diesem Artikel vorgestellten Smart Rings dienen hauptsächlich dem Tracking von Gesundheits- und Fitnesswerten der Nutzer. Eine Bezahlfunktion gibt es hier bislang nicht. Gerüchten zufolge arbeiten die unterschiedlichen Hersteller wie Oura jedoch an dieser Funktion für die nächste Generation ihrer Smart Rings. Ein Ring, der sich ausschließlich zum Bezahlen eignet, ist dagegen der Pago Ring, der mit NFC-Technologie arbeitet.

Test-Tabelle: Alle Kandidaten im Überblick

Fazit

Testsieger bei IMTEST ist der Galaxy Ring von Samsung, der die Stärken der anderen Ringe clever bündelt und der bislang mit Abstand überzeugendste Smart Ring ist. Auf dem zweiten Platz landet der Gen 2 von RingConn, der lediglich im Sportbereich etwas schlechter abschneidet, dafür eine unglaubliche Akkulaufzeit bietet und mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von etwa 274 Euro günstiger ist als das Modell von Samsung (UVP: 449 Euro). Auch der Heritage von Oura liefert in allen Testkategorien gute Leistungen ab, trackt viele Gesundheits- sowie Aktivitätswerte und ist sehr hochwertig verarbeitet. Wer einen sehr viel günstigeren Ring sucht, ist dagegen mit dem Modell von Rogbid gut beraten. Dieses überzeugt mit sehr vielen gemessenen Aktivitätsdaten, einer sehr hohen Puls-Messgenauigkeit und guten Datenauswertung in der zugehörigen App. Allerdings ist der Tragekomfort bei diesem Ring durch die scharfen seitlichen Kanten etwas eingeschränkt.

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Sandra Fischer

Nach dem Bachelor-Studium in „Medienwissenschaften“ hat Sandra Fischer ihren Master in „Mass media e politica“ (dt. „Massenmedien und Politik“) an der Università di Bologna in Italien absolviert. Neben Italienisch und Englisch spricht sie aufgrund mehrerer Langzeitaufenthalte in Alicante auch Spanisch fließend. Für ein Praktikum bei der Dokumentarfilm-Produktionsfirma „Folke Rydén Production“ ist Sandra im Anschluss an ihr Studium nach Schweden gezogen, bevor sie – zurück in Deutschland – in Hamburg als Projektmanagerin bei Statista angefangen hat. Anschließend ist sie zur FUNKE Mediengruppe gewechselt, wo Sandra zunächst ein Volontariat bei der Zeitschrift „Bild der Frau“ absolviert hat. Als Redakteurin bei IMTEST beschäftigt sie sich nun hauptsächlich mit Küchengeräten und Fitnessgadgets.