Die Geschichte von Rose Bikes begann als kleiner Fahrradladen, gegründet von Heinrich Rose, dessen Sohn den Betrieb 1932 übernahm. Um auch in der kalten Jahreszeit bestehen zu können, verkauften die Geschäftsleute im Winter Nähmaschinen statt Fahrräder. In den 1980er Jahren startete Erwin Rose den Versandhandel und importierte als einer der ersten Europäer japanische Fahrräder. 2011 wagte das Unternehmen den Schritt zur Eigenproduktion und begann, Fahrräder unter dem Namen Rose zu verkaufen. Heute ist Rose ein wachsender Omnichannel-Händler mit Leidenschaft für Radsport, Design und Highend-Technologie. IMTEST hat bereits fünf der beliebten Räder getestet – hier ein Überblick.
Inhaltsverzeichnis
Gravelbike für Abenteuer: Rose Bikes Backroad GRX RX 820 1×12
Das Backroad GRX RX 820 1 x 12 ist das einzige Rose-Rad ohne „E“, das IMTEST getestet hat. Es richtet sich vorwiegend an sportlich orientierte Fahrer, die schnelle und intensive Fahrten auf Schotter bevorzugen. Wenngleich sich das Backroad auf Asphalt im oberen Bereich des Testfeldes einordnete, ruckelte es gerade auf Kopfsteinpisten die Fahrenden deutlich durch. Geschaltet wird mit der Shimano SLX mit 1×12 Gängen, die bei den Testfahrten stets prompt reagierte. Sicherheit bieten die Scheibenbremsen, die eine Zwischennote von 2,0 erhielten.
Für diese Version des Backroad setzt Rose für den Rahmen komplett auf Carbon, dass das Rad ein Gewicht von nur 9,1 Kilogramm auf die Waage bringt. Mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nur 110 Kilogramm muss der Radler bei Bikepacking-Touren mitunter ausloten, was dann noch mitkann. Um Taschen zu befestigen, hat das Backroad sowohl am Rahmen als auch an der Gabel mehrere Anschraubpunkte.
- PRO
- umfangreiche Backpacking-Möglichkeiten, cooler Look
- KONTRA
- etwas zu raues und steifes Fahrgefühl, Lenkerhaltung gewöhnungsbedürftig, zu geringes zulässiges Gesamtgewicht
IMTEST Ergebnis:
befriedigend 2,6
Weitere Details zum Test und den vier anderen Gravelbikes, die teilgenommen haben, sind hier zusammengefasst.
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Rose Bonero Plus 2: Leichtes Hardtail-E-MTB
Das Rose Bonero Plus 2 ist ein leichtes E-Hardtail-Mountainbike mit Carbonrahmen und einem unauffälligen TQ-Light-Assist-Motor, der für ein natürliches Fahrgefühl sorgt. Mit nur 16,7 kg gehört es zu den leichtesten E-MTBs und bietet trotz des geringeren Drehmoments von 50 Nm ausreichend Unterstützung für steile Anstiege.
Die 29-Zoll-Räder mit breiten Reifen und die 140-mm-Federgabel gewährleisten Stabilität und Komfort auf jedem Untergrund. Das minimalistische Display im Oberrohr zeigt die wichtigsten Fahrdaten, während die Unterstützungsstufen über ein kleines Remote-Panel gesteuert werden. Für längere Touren kann ein zusätzlicher externer Akku montiert werden, und per TQ-App sind individuelle Anpassungen möglich.

Das Bike ist in mehreren Farb- und Ausstattungsvarianten erhältlich, wobei das getestete Modell aktuell für 3.799 Euro angeboten wird.
Leicht, kraftvoll, abenteuerlustig: Das Rose Bonero Plus 2 im Praxistest
Dieses E-MTB richtet sich vor allem an sportliche Fahrer, die gerne offroad unterwegs sind.
Fahrspaß im Gelände: Rose Root Miller Plus 3
Das Root Miller Plus 3 ist ein vollgefedertes Mountainbike, das sich idealerweise für Offroad-Fahrten, steile Trails mit Wurzelpassagen und unwegsames Gelände eignet.
Im Test überzeugte es mit der besten Gesamtabstimmung, insbesondere dank des sensiblen Rock Shox-Fahrwerks und der griffigen Reifen. Der zuverlässige Bosch-Performance Line CX-Antrieb mit 85 Newtonmetern, kraftvolle Bremsen, die ergonomischen Griffe und der Sattel bieten Komfort sowie Sicherheit, auch auf längeren Touren. Das Mullet-Laufrad-Setup verleiht dem Bike zusätzliche Verspieltheit auf dem Trail, während das ältere Bosch Purion-Display etwas aus der Zeit gefallen wirkt.
Im Fully-Vergleichstest landet das Rose Root Miller Plus 3 auf dem zweiten Platz.
- PRO
- Das E-Bike erreichte einen Unterstützungsfaktor von 3,8 und eine Geschwindigkeit von 22,1 Stundenkilometern bei sechs-prozentiger Steigung und lag damit vor allen anderen Rädern.
- KONTRA
- Das Display wirkt etwas altertümlich im Gegensatz zum Rest des schicken E-Mountainbikes.
IMTEST Ergebnis:
gut 2,2
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Fahrspaß, Sicherheit und Reichweite: So gut haben sich diese fünf Fullys im Labor und Gelände geschlagen.
Rose Mayor Plus 3: Trekking-E-Bike für Alltag und Touren
Das Mayor Plus 3 Trekking ist ein vielseitiges E-Bike mit starkem Bosch Performance Line CX Motor (85 Newtonmeter) und einer 750-Wattstunden-Batterie für große Reichweiten. Die Enviolo-Automatikschaltung in Kombination mit dem wartungsfreien Gates Carbon Riemenantrieb sorgt für ein entspanntes Fahrerlebnis ohne Schaltstress.
Des Weiteren gehören Shimano-BR-M8120 Scheibenbremsen, breite Continental eContact Plus Reifen und eine Suntour Mobie 34-Federgabel mit 100 Millimeter Federweg zur Ausstattung. Mit bis zu 150 kg Systemgewicht eignet sich das Bike auch für längere Touren mit Gepäck.

Beim IMTEST-Vergleichstest belegte das Rose Mayor Plus 3 unter zehn Trekking-E-Bikes den dritten Platz. Dabei überzeugte es vor allem mit einem sehr guten Fahrkomfort, einer sehr hohen, im Labor gemessenen Reichweite (84,2 Kilometer) sowie sehr guten Bremsergebnissen.
- PRO
- sehr hohe Reichweite und sehr gute Bremsergebnisse
- KONTRA
- mit über 30 Kilogramm recht schwer
IMTEST Ergebnis:
gut 2,0
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Schlankes City-E-Bike Sneak Plus EQ
Das Rose Sneak Plus EQ ist ein schlankes Urban-E-Bike mit nahtloser Verarbeitung und sportlichem Antritt. Schlicht und wie aus einem Guss setzt Rose statt eines Displays auf den sogenannten iWoc-One-Knopf am Rahmen zur Steuerung. Die Farbcodierung zeigt die aktuelle Unterstützungsstufe an, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Mit nur 15 kg ist es sehr leicht und fährt sich daher fast wie ein normales Rad.
Bei den Tests im Labor schaffte der 40-Newtonmeter-starke Mahle-Hinterradnabenmotor bei der simulierten Bergfahrt nur eine Geschwindigkeit von 16,6 km/h. Der Akku reichte bei voller Unterstützung für etwa 32 Kilometer, was eher für den Stadtverkehr als für lange Touren geeignet ist.

Auf Asphalt überzeugt das Sneak Plus mit guter Straßenlage und einfacher Handhabung, während es auf unebenem Terrain wie Kopfsteinpflaster oder Feldwegen weniger komfortabel war. Insgesamt ist es eine stilvolle, minimalistische Wahl für urbane Pendler, die ein leichtes und schlichtes E-Bike suchen. Im Test belegte es Platz 7.
- PRO
- Leicht, schick und sportlich – ein tolles Urban-E-Bike
- KONTRA
- es fehlen Ständer, Gepäckträger und Klingel
IMTEST Ergebnis:
befriedigend 2,9
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