Mit Pizza ist das so eine Sache. So richtig gut schmeckt sie meist nur frisch in der Pizzeria. Die Tiefkühlvariante für zu Hause ist ohnehin nur eine Notlösung, und auch die selbstgemachte Variante vom Backblech hat meist noch Luft nach oben. Denn die wenigsten Backöfen schaffen die nötige Hitze oder verfügen über einen Pizzastein. Doch es gibt Abhilfe, ohne dass man gleich die halbe Küche erneuern oder zumindest 1.500 Euro für einen neuen Herd in die Hand nehmen muss: Gas- beziehungsweise Strom-betriebene Pizzaöfen für den Tisch. IMTEST hat fünf solcher Geräte getestet und so einige Pizzas gebacken. Dabei konnte vor allem der Pizzaofen Gozney Tread* überzeugen und sich den Testsieg holen. Wer Geld sparen möchte, findet mit dem Preis-Leistungssieger, dem Cozze Classic 13*, eine gute Alternative.
Folgende Pizzaöfen haben am Test teilgenommen:
- Gozney Tread
- Ninja Woodfire
- Tefal Pizza Pronto
- Ooni Volt 12
- Cozze Classic 13
Das sind die IMTEST-Favoriten
IMTEST fasst zusammen, in welchen Punkten der Testsieger Gozney Tread besser war als alle anderen und welche Stärken der Preis-Leistungssieger Cozze Classic 13 vorweisen kann.
1. Platz & Testsieger: Gozney Tread
Der Gozney Tread machte im Test hervorragend Pizza, allerdings fordert er permanent Aufmerksamkeit. „Mal eben“ weggehen sollte man nicht. Wie der Preis-Leistungssieger wird er mit Gas betrieben.
Kompakter, aber sehr leistungsfähiger Pizzaofen, der dank Gaskupplung oder cleverem Zubehör auch mobil oder beim Camping einsetzbar ist.
- PRO
- gleichmäßige Hitzeverteilung, gutes Verhältnis von Ober- und Unterhitze
- KONTRA
- Reinigung könnte komfortabler sein, Zubehör teils recht teuer
IMTEST Ergebnis:
gut 1,71
5. Platz & Preis-Leistungssieger: Cozze Classic 13
Der Cozze Classic 13 wird mit Gas betrieben. Im Test zeigte sich: Je weiter man die Pizza nach hinten durchschiebt, desto besser ist das Resultat.
Einfacher, aber auch günstiger Pizzaofen mit relativ großem Backraum. Gutes Gerät für gelegentliche Pizza-Sessions.
- PRO
- Praktisch kein Abbau nötig, recht präzise Thermometer im Gehäuse
- KONTRA
- Etwas ungleichmäßige Hitzeverteilung, etwas sperrig
IMTEST Ergebnis:
gut 2,07
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Auch unter den anderen drei Testkandidaten finden sich spannende Modelle. Diese werden zum Teil mit Strom betrieben (Ninja, Ooni) oder ebenso mit Gas (Tefal).
2. Platz: Ninja Woodfire
Im Test lieferte der Ninja Woodfire sehr gute Backergebnisse, die Hitzverteilung erwies sich als sehr gleichmäßig.
Etwas unkonventioneller, aber durchdachter und leistungsfähiger Strom-Pizzaofen, der auch als Backofen und Smoker nutzbar ist.
- PRO
- Sehr gute Benutzerführung, gutes Heizverhalten
- KONTRA
- relativ hohes Gehäuse, viel zu reinigen
IMTEST Ergebnis:
gut 1,76
3. Platz: Tefal Pizza Pronto
Sehr praktisch: Im Lieferumfang des Tefal Pizza Pronto ist bereits ein Pizzaschieber dabei.
Cleverer Gas-Pizzaofen, der durch den mechanisch drehbaren Stein das Problem ungleichmäßiger Hitzeverteilung umgeht.
- PRO
- durch klappbare Beine gut zu verstauen, gut für Einsteiger geeignet
- KONTRA
- Ober- und Unterhitze in Kombination etwas schwer einzuregeln
IMTEST Ergebnis:
gut 1,88
4. Platz: Ooni Volt 12
Mit knapp 900 Euro ist der Ooni Volt 12 der teuerste Pizzaofen im Test und sogar fast doppelt so teuer wie der Testsieger von Gozney.
Sehr wertiger und auch optisch edler Pizzaofen mit sehr durchdachtem technischem Konzept und moderatem Stromverbrauch.
- PRO
- Verhältnis von Ober- zu Unterhitze sehr gut regelbar
- KONTRA
- relativ groß, sperrig und schwer, hoher Preis
IMTEST Ergebnis:
gut 1,99
Fazit: Die beste Pizza gibt es vom Gozney Tread
Bei den mit Gas betriebenen Pizzaöfen lohnt sich der Griff zum Gozney Tread. Trotz seiner relativen Kompaktheit liefert das Gerät bei richtiger Bedienung eine exzellente Pizza. Die Hitzeverteilung ist sehr gut, die Verteilung zwischen Ober- und Unterhitze ebenfalls. Kleiner Wermutstropfen: Mit knapp 500 Euro ist der Ofen kein Schnäppchen; das hier im Test mit verwendete (aber für den Betrieb nicht nötige) Zubehör wie Stativ, Tasche, obere und Frontablage verdoppelt den Preis noch einmal. Wer deutlich weniger investieren, aber immer noch ein gutes Ergebnis bekommen möchte, fährt auch mit Cozze gut. Vor allem für den Einstieg hat der auch wegen seines großen Garraums und der nicht ganz so brachialen Hitze seine Vorteile. Grillt man lieber mit Strom, hat der Ninja Woodfire die Nase vorn. Neben dem guten Ergebnis ist es vor allem die durchdachte Benutzerführung, die das Gerät sehr attraktiv macht.
Die Testergebnisse im Detail
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So testet IMTEST Pizzaöfen für den Tisch
Anders als bei einem Ofen in der Küche ist die Pizza im Pizzaofen in wenigen Minuten fertig. Dabei ist aber Vorsicht geboten, dass sie nicht verbrennt. Wie genau die fünf Testkandidaten funktionieren und was zu beachten ist, hat IMTEST ausgiebig getestet.
Die richtige Aufstellfläche
Zugegeben – Tischpizzaofen klingt so niedlich wie Raclette. Das trifft es allerdings nicht wirklich, von niedlich kann keine Rede sein. Es braucht schon etwas Platz, sowohl draußen zum Aufstellen als auch zum Lagern. Egal, ob Tefal, Oooni, Ninja, Gozney, oder Cozze – die Aufstellfläche sollte für jedes der Testgeräte schon gut 50 x 50 cm betragen.

Außerdem darf der Untergrund auch nicht zu hitzeempfindlich sein, weil die Öfen teils nach unten abstrahlen. Ein gerader, fester Stand ist ebenfalls erforderlich. Teilweise bieten die Hersteller selbst Tische, Gestelle, Unterschränke oder wie beim Gozney auch ein Stativ an, aber andere robuste Gartenmöbel tun es auch.
Aufbau und Betrieb
Der große Pluspunkt aller Pizzaöfen im Test ist, dass ihr Aufbau ebenso wenig wie ihr Betrieb Raketenwissenschaft ist. Wenn es vor dem ersten Start überhaupt so etwas wie die Trägerplatte bei Gozney oder einen Griff bei Cozze anzuschrauben gibt, dann ist es in ein paar Minuten erledigt. Das Aufheizen geht naturgemäß bei Gas und Strom sehr einfach, aber auch hier dauert es gut 15 bis 20 Minuten, bis der Pizzastein richtig heiß ist. Erst dann sollte das eigentliche Backen beginnen, wenn am Ende eine wirkliche gute Pizza mit schönem Rand und krossem Boden stehen soll.
Richtig heiß: Das Funktionsprinzip
Die kleinen Pizzaöfen sind, unabhängig vom Brennstoff, ihren großen Geschwistern in der Gastronomie nachempfunden. Sie besitzen alle einen Pizzastein aus Schamotte oder Kordit, der für gleichmäßige und hohe Unterhitze sorgt, sodass Flüssigkeit aus dem Pizzaboden verdampfen kann und dieser unten schön knusprig wird. Über dem Stein befindet sich ein flaches „Gewölbe“, das für eine sehr direkte und hohe Oberhitze sorgt, sodass zeitgleich mit dem Boden auch der Belag gar wird und der Käse schmilzt. Die Temperaturen, bei denen das geschieht, betragen je nach Ofen über 400° C; sie sind also viel heißer als ein Herd, aber eben auch so heiß wie ihre großen Brüder in der Pizzeria. Je nach verwendetem Teig ist die Temperatur aber bei allen Modellen variabel. So braucht neapolitanischer Teig etwa 380 °C bis 450 °C, römischer mit 350 °C etwas weniger. Und wenn man Flammkuchen machen möchte, darf es mit 250 °C deutlich „kälter“ sein.

Spannend sind die verschiedenen technischen Umsetzungen, um eine leidlich gleichmäßige Hitze zu erzeugen. Der gasbetrieben Cozze besitzt hinten und seitlich jeweils einen Rohrbrenner parallel zu den Außenwänden, aber wegen der geschlossenen Rückwand erzeugt er dann hinten besonders hohe Stauhitze. Bei Gozney hat man diesen Effekt um 90 Grad gedreht, weil hier der einzige Brenner linksseitig platziert ist und die Flammen entlang des Garraumdachs über die gesamte Breite züngeln. Dennoch ist es in Brennernähe am heißesten. Das trifft auch auf den Tefal zu, der nur hinten heizt, das Problem damit aber löst, dass sich hier mittels eines Drehknopfs der Pizzastein rotieren lässt. Allein der Ninja und der Ooni mit ihren dicht schließenden Klappen haben bei der Hitzeverteilung kaum Probleme. Dabei weicht der Ninja als einziger aber auch von dem klassischen Pizzaofen-Design, dem oben schon erwähnten flachen Gewölbe, ab und hat eher den Charakter eines kleinen Hochleistungsbackofens, mit dem man tatsächlich – das aber nur am Rande – auch backen oder sogar smoken kann.
Pizza ist fertig: Der Weg zum besten Ergebnis
Hat man sich einmal in die Handhabung eines solchen Pizzaofens hineingefuchst, werden die Ergebnisse grundsätzlich besser als in jedem Backofen. Dennoch gibt es Unterschiede, und die hängen vornehmlich mit dem Verhältnis von Ober- und Unterhitze zusammen.
So ist der Gozney ist eine Höllenmaschine und fordert permanent Aufmerksamkeit. Gibt man ihm die, macht er eine hervorragende Pizza mit perfektem Belang und krossem Boden. Zumindest, wenn man nicht viel länger als drei Minuten mit dem Herausnehmen wartet, weil sonst alles verbrennt. Beim Cozze, dem zweiten Gas-Modell im Test, könnte der Stein etwas heißer sein; je weiter die Pizza hier nach hinten durchgeschoben wird, desto besser ist das Resultat. Vorteil: Der Ofen geht nicht ganz so brachial zu Werke wie der Gozney, braucht dafür etwas länger. Das gilt auch für den Tefal, bei dem man die Rotationsintervalle austarieren muss, damit einem die Pizza nicht verbrennt, weil vor allem im hinteren Teil des Garraums eine brutale Oberhitze herrscht.

Die beiden Stromer liefern ebenfalls gut ab. Während der Ooni dabei ähnlich zu handhaben ist wie die anderen Modelle, funktioniert der Ninja eher nach dem Prinzip: Klappe auf, Pizza rein, Klappe für 2:30 Minuten zu, fertige Pizza raus. Das Ergebnis ist dennoch oder gerade deshalb sehr gut. Beim Ooni wiederum kann man das Verhältnis von Ober- zu Unterhitze regulieren, wie auch der Ninja eine sehr präzise Temperaturkontrolle ermöglicht.
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Kann ich in einem Pizzaofen nur Pizza backen?
Die Frage ist erlaubt, ob Geräte, die einige hundert Euro kosten, am Ende nur Pizza backen können. Die Antwort ist: Nein. Naheliegend ist, dass sich auch Pizzabrötchen oder Focaccia zubereiten lassen; Brotlaibe werden von der Höhe her zum Problem. In Verbindung mit einer flachen, im Pizzaofen bereits gut vorgeheizten Gusseisenpfanne können aber sogar Steaks oder Burger gebraten werden. Auch Gratinieren ist theoretisch möglich, wobei aber eben immer die Hitze im Blick behalten werden sollte. Trotzdem bleibt am Ende Pizza die Kernkompetenz dieser Öfen.
Welche Größe ist optimal?
Viele Hersteller bieten meist ein kleineres und größeres Modell innerhalb einer Pizzaofen-Serie an. Die entsprechende Größenangabe erfolgt in Zoll und bezieht sich auf die Breite oder den Durchmesser des Pizzasteins. Vorweg: In allen fünf Geräten im Test können problemlos Pizzas mit 28 cm Durchmesser zubereitet werden. Also die typische Größe für die „große“ Pizza in vielen Pizzerien. Wer nun 28 cm in Zoll umrechnet, landet bei etwas mehr als 11 Zoll. Damit ist klar, dass die kleineren Geräte, die bei fast allen Herstellern zwischen 12 und 14 Zoll liegen, eigentlich ausreichend sind.
Wer auf XXL-Pizza steht oder zwei Kinderpizzas auf einmal backen will, kann auch zu den größeren (meist) 17 Zoll-Varianten (ca. 43 cm) greifen. Die haben auch bei normalen Pizzas den Vorteil, etwas mehr Platz für das Handling im Garraum zu bieten. Dafür benötigen sie mehr Stellfläche. Zudem besteht, zumindest bei gleich Heizleistung, das Risiko größere Temperaturverluste wegen der größeren Oberfläche und größeren Öffnung.
Auch die Gleichmäßigkeit der Hitzeverteilung kann bei zunehmender Größe des Garraums leiden. In einem großen Ofen, in dem sich mehrere Pizzas gleichzeitig manövrieren lassen, lassen sich heißere und kältere Bereiche sinnvoll nutzen. Dazu sind aber die 17-Zöller wiederum zu klein. Insofern dürften die meisten auch mit den kleineren Geräten hier im Test sehr gut klarkommen.
Welcher ist der beste Pizzateig?
Bevor jedoch das Aufheizen beginnt, sollte, wer mit selbstgemachter Pizza noch nicht viel Erfahrung hat, die Anleitungs- oder Rezepthefte lesen, die alle Hersteller ihren Geräten beilegen. Hier finden sich in der Regel Teige, die in dem jeweiligen Ofen getestet sind und entsprechend funktionieren. Tatsächlich wird um Pizzateig im Web mitunter eine regelrechte Wissenschaft betrieben, aber selbst bei einfacheren Rezepten kann eine Menge schief gehen, angefangen beim falschen Mehl oder zu hohen Temperaturen beim Gehen.

Nichts ist am Ende so ärgerlich, wie ein auf dem Pizzaschieber klebender Teig, der nicht auf den Stein rutscht. Das impliziert übrigens, dass ein solcher Schieber, wahlweise aus Holz oder Metall, ein unverzichtbares Hilfsmittel ist. Tefal liefert ein solches Zubehör sogar mit, wobei dieses klappbare Exemplar mit seinem kantigen Griff nicht jedem gefallen dürfte.
Wie lange braucht meine Pizza im Pizzaofen?
Wer das erste Mal Pizza in einem Pizzaofen macht, sei gewarnt: Das hat nicht mit einem Backofen gemein, in den man den Teigfladen für 15 Minuten hineinschiebt; Pizzaöfen, sind viel, viel schneller. Zwischen zweieinhalb und fünf Minuten benötigen die Geräte. Wer hier nicht aufpasst und dabei das Drehen der Pizza – wegen der ungleichen Hitzeverteilung – vergisst, holt nur noch eine mehr oder weniger schwarze Scheibe vom Stein.
Es bietet sich an, am Anfang lieber mehrere kleinere Exemplare vorzubereiten, um den Umgang mit dem Pizzaschieber und dem jeweiligen Ofen zu üben. Denn bei allen fünf Öfen lassen sich etwa beim Aufschieben auf den Stein verunglückte Pizzas kaum noch retten. Man hat, abgesehen vom Ninja vielleicht, schlichtweg keinen Platz zum Manövrieren. Und die hohe Hitze sorgt bei allen Modellen im Test dafür, dass man praktisch nicht in dem Backraum hantieren kann.
In diesem Kontext ein Tipp: Viele machen am Anfang den Fehler, alle Pizzas sofort zu belegen, um sie dann schnell nacheinander zu backen. Der Nachteil ist, dass der Teig durchweicht und klebriger wird, je länger eine fertige Pizza liegt. Besser ist es also, jede Pizza erst direkt vor dem Backen vorzubereiten. Das gilt unabhängig vom verwendeten Ofen.
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