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E-Mountainbikes im Test: Die 5 besten Fullys für Offroad-Abenteuer

Fahrspaß, Sicherheit und Reichweite: So gut haben sich diese fünf Fullys im Labor und Gelände geschlagen.

Dreigeteiltes Bild: Links Nahaufnahme einer Hinterbaufederung vom Fahrrad, Mitte Totale, Mann springt mit einem E-Mountainbike, rechts Detailaufnahme Schaltkranz eines Fahrrads
© Benjamin Rieck, ihrfahrradprofi.de

Vollgefederte E-Mountainbikes, kurz Fullys genannt, spielen dort ihre Vorteile aus, wo andere Räder an ihre Grenzen stoßen. Steile Trails durch Wälder, unwegsame Schotterpisten oder Berghänge, die Bedingungen können für sie nicht rau genug sein. IMTEST hat fünf aktuelle Modelle von Canyon, Decathlon, Giant, Rose und Stevens sowohl durchs Gelände gejagt als auch im akkreditierten Labor von Qima testen lassen. Dabei konnte besonders das Canyon Neuron:ON CF glänzen und sich den Testsieg holen. Der Preis-Leistungssieg geht hingegen an das Fully von Decathlon, das Rockrider E-Expl 520 S*.

Folgende E-MTBs haben am Test teilgenommen:

  • Canyon Neuron:ON CF 7
  • Rose Root Miller Plus 3
  • Stevens E-Inception ED 8.7.2 GTF
  • Giant Stance E+ 1
  • Decathlon Rockrider E-Expl 520 S

Das sind die IMTEST-Favoriten

Lesen Sie hier, welche Aspekte dem Canyon Neuron:ON CF 7 den Testsieger brachten und warum das Decathlon Rockrider E-Expl 520 S Preis-Leistungssieger wurde.

1. Platz & Testsieger: Canyon Neuron:ON CF 7

Das Canyon überzeugte die Tester vor allem, weil es sich am meisten nach Mountainbike angefühlte. Dabei hat der kraftvolle Motor der Bosch Performance Line CX mit 85 Newtonmeter das Fully mühelos alle Berge “hochgeschoben”.

rot-schwarzes E-Mountainbike von der Seite auf grauem Grund, dazu Testsieger Siegel
Canyon Neuron:ON CF 7 © Canyon

Lang und flach – das war der erste Eindruck des Canyon Neuron. Später stellte sich genau dieses Fully bei den Testern als unangefochtener “Liebling” heraus. Warum? Weil es sich am meisten nach Mountainbike anfühlte. Die Ausstattung ist dabei zwar nicht ganz so hochwertig wie bei den Fullys von Stevens und Rose. Dafür vermittelte die Geometrie des Canyon das größte Gefühl an Fahrsicherheit und Fahrspaß.

Der Bosch-Antrieb schiebt den Fahrer in gewohnter Manier überall hoch und ist in seinem Tun sehr unauffällig. Ein richtiges Display hat das E-Bike nicht, es ist lediglich ein An- und Ausschalter mit LED-Balken für die Akkuanzeige im Oberrohrrahmen angebracht. Das reicht an einem E-Mountainbike meist völlig aus.

Der erste Eindruck der Reifenwahl war “etwas schmal”, doch die Optik täuschte. Die Pneus passten gut zum Line-up und boten ein schönes, lebendiges Fahrgefühl. Rein aus Sicht der Testfahrer, die zum Zeitpunkt ihrer Bewertung die Laborwerte noch nicht kannten, ist das Canyon Neuron:ON CF 7 der Testsieger.

Langer Fahrspaß garantiert: Im Labor schaffte das E-Bike eine Reichweite von 94 Kilometern. © Benjamin Rieck, ihrfahrradprofi.de
  • PRO
    • Bestes Fahrgefühl auf dem Trail, überzeuge zudem beim Reichweitentest mit sehr weiten 94 Kilometern.
  • KONTRA
    • Das E-Bike kommt ohne Display. Wer seine Fahrdaten im Blick behalten möchte, kann sein Smartphone dazu nutzen.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,0

5. Platz & Preis-Leistung: Decathlon Rockrider E-Expl 520 S

Auch wenn das E-Mountainbike von Decathlon “nur” den fünften Platz belegt, konnte es durch sein Fahrgefühl die Herzen der Tester gewinnen.

Decathlon Rockrider E-Expl 520 S

rotes E-Mountainbike von der Seite auf weißem Grund, dazu Preis-Leistungssieger-Grafik

Das Decathlon-E-Bike wusste zu überraschen, denn das mit 2.999 Euro deutlich günstigste Fully gab ein durchaus natürliches und kraftvolles Gefühl an Unterstützung. Die Ausstattung überzeugte die Experten jedoch nicht ganz so sehr. So liefen beispielsweise die Federelemente etwas zäh und die Bremsen wirkten vergleichsweise schwach. Darüber hinaus reagierte der Hinterbau etwas schwammig und gab zudem kein gutes Feedback vom Untergrund.

Das E-Mountainbike eignet sich nach Einschätzung der Experten jedoch optimal für Neulinge. Wer nach ein paar Fahrten dann “mehr” will, kann an der ein oder anderen Stelle mit neuen, hochwertigen Komponenten gegebenenfalls noch das ein oder andere an seinem Bike perfektionieren.

Mann mit seinem Mountainbike im Wald, springt über ein Hinternis
Das Decathlon-Fully eignet sich optimal für E-Mountainbike-Einsteiger. © Benjamin Rieck, ihrfahrradprofi.de
  • PRO
    • Mit 2.999 Euro etwa nur halb so teuer wie die Räder von Stevens oder Rose. Eignet sich prima für E-Mountainbike-Einsteiger.
  • KONTRA
    • Bremsen wirkten vergleichsweise schwach, was auch die Werte im Labor belegten (Zwischen-Note 3,8).

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 3,1



Weitere empfehlenswerte E-Fullys

Auch unter den Plätzen zwei bis vier sind empfehlenswerte vollgefederte E-Mountainbikes.

2. Platz: Rose Root Miller Plus 3

Das E-Mountainbike von Rose bot mit 78 Kilometern die zweihöchste Reichweite beim R200-Test.

Rose Root Miller Plus 3

Silbernes E-Mountainbike auf weißem Grund

Das Root Miller Plus 3 hat es in sich und bot bei den Tests insgesamt die am besten abgestimmte Ausstattung. Besonders überzeugt waren die Tester vom sehr guten Rock Shox-Fahrwerk, welches butterweich anspricht und so gut wie alles schluckt, was ihm über den Weg läuft. Die Reifen boten zudem auf dem nassen Boden einen richtig guten Grip.

Der Bosch-Antrieb arbeitete unauffällig und zuverlässig. Bissige Bremsen, ergonomische Griffe und ein guter Sattel sorgen auch auf längeren Touren für das richtige Maß an Komfort und Sicherheit.

Das Laufradsetup namens Mullet, das ein 29-Zoll-Vorderrad mit einem 27,5 Zoll-Hinterrad kombiniert, sorgte für das Quäntchen Verspieltheit auf dem Trail. In Kurvenfahrten machte sich das durchaus positiv bemerkbar, ansonsten ist diese Ausstattung eher Geschmackssache. Das Purion-Display von Bosch wirkt etwas altertümlich an dem sonst so modernen Rad, das neuere Purion 200 wäre hier sicher die bessere Wahl gewesen.

Mann mit einem Mountainbike im Wald
Rose kombiniert bei seinem Fully ein 27,5-Zoll Hinterrad mit einem 29-Zoll-Vorderrad. © Benjamin Rieck, ihrfahrradprofi.de
  • PRO
    • Das E-Bike erreichte einen Unterstützungsfaktor von 3,8 und eine Geschwindigkeit von 22,1 Stundenkilometer bei sechs-prozentiger Steigung und lag damit vor allen anderen Rädern.
  • KONTRA
    • Das Display wirkt etwas altertümlich im Gegensatz zum Rest des schicken E-Mountainbikes.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,2

3. Platz: Stevens E-Inception ED 8.7.2 GTF

Nicht nur der coole Look überzeugte, ebenso fanden die Tester Gefallen an den Federelementen, die sich gut auf den Fahrer abstimmen ließen.

Stevens E-Inception ED 8.7.2 GTF

weiß-rotes E-Mountainbike auf weißem Grund

Das coole Farbdesign, die gute Ausstattung sowie die komfortable Geometrie machen das E-Mountainbike von Stevens zu einem guten Allrounder und passend für die breite Masse. Der kraftvolle Shimano-Antrieb sowie das gut ablesbare Display ließen bei den Fahrten im Gelände keine Wünsche offen, lediglich der Motor gab im Freilauf ein etwas lautes “Klacken” von sich.

Das Fahrwerk ist Fox-typisch etwas straffer, doch die Federelemente ließen sich sehr gut auf den Nutzer abstimmen. Darüber hinaus punkten sie besonders in Bezug auf Haltbarkeit und Robustheit im Gegensatz zu anderen Herstellern.

Minuspunkte im Gelände gab es für den Hinterreifen. Das Stollendesign ist zu geschlossen und setzt sich bei Nässe, Matsch und Schlamm schnell zu.

Mann springt mit seinem Mountainbike über ein Hindernis
Kleiner Minuspunkt: Bei Nässe setzten sich im Profil des Hinterrads schnell Schlamm und Dreck fest. © Benjamin Rieck, ihrfahrradprofi.de
  • PRO
    • Das E-Mountainbike von Stevens lieferte beim Bremsentest die besten Ergebnisse von allen fünf Fullys.
  • KONTRA
    • Motor ließ im Leerlauf ein etwas lautes “Klacken” verlauten.

IMTEST Ergebnis:

gut 2,3



4. Platz: Giant Stance E+ 1

Beim Fully von Giant überzeugte vorallem der Luftdämpfer von Suntour, der sehr sensibel reagierte und somit jegliche Unebenheiten geschluckt hat.

Giant Stance E+ 1

dunkelblaues E-Mountainbike von der Seite auf weißem Grund

Der Yamaha-Antrieb des Giant fühlte sich bei den Testfahrten im Gelände vergleichsweise unnatürlich und schwach an. Am Berg oder steilen Passagen mussten die Tester ordentlich beim Treten mithelfen, um an dem davonfahrenden Testfeld dranzubleiben. In manchen Situationen setzte der Motor recht unerwartet ein, das bei ungeübten Fahrern zu Verwirrungen führen und als unangenehm empfunden werden kann.

Pluspunkt war der Hinterbau, denn der Luftdämpfer von Suntour arbeitete auf den Trails sehr sensibel und hat fast keine Unebenheit an den Fahrer weitergegeben. Darüber hinaus sorgten die Reifen für richtig guten Grip, was an dem verregneten Testtag besonders positiv auffiel.

Mann fährt mit einem Mountainbike durch den Wald
Das Giant-E-Bike bot bei den simulierten Bergfahrten im Labor mit 22,1 km/h die schnellste Geschwindigkeit. © Benjamin Rieck, ihrfahrradprofi.de
  • PRO
    • Obwohl der Motor “nur” mit 75 Newtonmetern kommt, bot das Giant im Labor mit die schnellste Geschwindigkeit bei sechs-prozentiger Steigung (22,1 km/h) und den zweithöchsten Unterstützungsfaktor (3,5).
  • KONTRA
    • Motor setzte bei den Testfahrten teilweise sehr unerwartet ein, was das “natürliche” Fahrgefühl etwas dämpfte.

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 2,8

Fazit: Darum begeisterte vorallem das Canyon im Gelände

Wer ein vollgefedertes E-Mountainbike sucht, findet mit dem Testsieger Neuron:ON CF 7 von Canyon ein optimales Gesamtpaket. Eine hohe Reichweite samt Akkuleistung, ein hoher Unterstützungsfaktor, ein guter Fahreindruck im Gelände, zudem befriedigende Bremsergebnisse bieten ein gutes Gesamtpaket. Der aktuell reduzierte Preis von 3.899 Euro ist durchaus attraktiv für die Ausstattung, zudem ist das E-Bike mit 23 Kilogramm auch noch das leichteste im Test.

Mit dem Rockrider E-Expl 520 S kann man hingegen sehr viel Geld sparen, dafür muss man aber auch bei der Ausstattung und den Bremsen Abstriche in Kauf nehmen. Trotzdem überzeugte der gleichmäßige und kraftvolle Motor bei den Testfahrten, weswegen sich das E-Bike optimal für Neulinge eignet.

Die Testergebnisse im Detail

Ausstattung, Laborwerte und Fahreindruck – alles Testergebnisse sind in dieser Tabelle im Detail zu jedem der fünf Testkandidaten zusammengefasst.



So testet IMTEST E-Bikes

Wie jedes E-Mail werden auch die Fully-E-Mountainbikes auf Herz und Nieren geprüft. Das heißt: Laborprüfungen bezüglich Reichweite, Akkuleistung und Unterstützungsfaktor, aber auch Bremsprüfungen bei trockenen und nassen Bedingungen. Darüber hinaus ging es unter rauen Bedingungen in steile Waldpassagen.

Ab ins Gelände: So machen sich die Fullys in der Praxis

Wo könnte man E-Mountainbikes besser testen als im Gelände mit steilen, engen Passagen und spitzen Kurven? Um das Fahrverhalten, den Antritt und den Komfort zu bewerten, hat IMTEST die Experten-Meinung der Mountainbike-Profis von „IhrFahrradprofi“ aus Ahrensbök in Schleswig-Holstein mit einbezogen. Inhaber Klaus Röhr und sein Team haben die Fullys auf einem ausgewählten Offroad-Testparcours bei strömenden Regen ein Wochenende lang auf die Probe gestellt und das Fahrverhalten bewertet.

So testet IMTEST E-Mountainbikes im Labor

Ob Kompakt-E-Bike oder Fully, alle E-Bikes, die IMTEST testet, durchlaufen ein gewisses Prozedere, um sie objektiv miteinander vergleichen zu können. Das akkreditierte Labor von Qima führt im Auftrag von IMTEST Prüfungen bezüglich Reichweite, Energieverbrauch und Kapazität des Akkus, Durchschnittsgeschwindigkeit bei sechsprozentiger Steigung sowie Unterstützungsfaktor durch. Darüber hinaus müssen sich die E-Bikes auch einer Bremsenprüfung unterziehen. Exakte Details zu den Laborprüfungen gibt es in folgendem Artikel.



Reichweite und Motorunterstützung: Das leisten die Fullys

Auch bei E-Mountainbikes ist die Reichweite sicher ein entscheidendes Kaufkriterium. Beim sogenannten R200-Test, bei dem unter allen Testrädern ein vergleichbarer Wert ermittelt wird, konnte das Fully von Canyon besonders überzeugen. Mit 94 Kilometern und einer gemessenen Akkuleistung von 726,9 Wattstunden fährt es hier allen anderen Testkandidaten deutlich davon. Im Mittelfeld lagen die Räder von Rose (78 Kilometer, 586,1 Wattstunden), Stevens (70,5 Kilometer, 580 Wattstunden) und Giant (66,96 Kilometer, 556,6 Wattstunden), während das Decathlon mit 54,8 Kilometer und 443,6 Wattstunden die geringsten Werte lieferte.

Wie kraftvoll der Motor unterstützt, lässt sich bei der Prüfung der Geschwindigkeit bei sechs-prozentiger Steigung sowie für den Unterstützungsfaktor herauslesen. Hier lagen die Räder von Canyon, Stevens, Rose und Giant sehr nah beieinander und brachten es auf 20,1 Stundenkilometer (Stevens) bis 22,1 Stundenkilometer (Rose und Giant). Etwas gering war dabei der Unterstützungsfaktor beim Rad von Stevens mit 3,1, hoch beim Canyon (3,3) und Giant (3,5) sowie sehr hoch beim Rose (3,8).

Im Vergleich dazu musste das Rockrider E-EXPL 520 S etwas Federn lassen. Mit 17,2 Stundenkilometern war es bei der „Bergprüfung“ etwas langsam und wurde dabei nur mit einem Faktor von geringen 2,8 unterstützt.

Bremsprüfung: Sicherheit, wenn es drauf ankommt

Steile Hänge, enge Kurven, wechselnde Untergründe, dazu mal staubtrockener Zuckersand oder matschiger und rutschiger Boden: Wer mit seinem Fully gerne sportlich fährt, sollte sich auf seine Bremsen verlassen können. Auch bei der Messung der Bremskraft setzt IMTEST auf das international akkreditierte Prüflabor von Qima. In Anlehnung an die Norm EN 15194 werden sowohl die Vorder- als auch Hinterradbremsen bei nassen und trockenen Bedingungen getestet. Mit einer simulierten Betätigungskraft (Handkraft) von 60 Newton wird dann geprüft, wie hoch die Bremsleistung ist.

Hier kann das günstige Decathlon leider nicht mit den anderen E-Mountainbikes mithalten und erhält in diesem Bereich nur eine Teilnote von 3,8. Die beste Note, mit einer glatten 2,0, konnte das E-Inception ED 8.7.2 GTF von Stevens erzielen, das gerade bei der Bremsprüfung bei trockenen Bedingungen glänzen konnte. Aber auch mit dem Rose (2,2), dem Canyon (2,6) und dem Giant (2,9) kann sich der Fahrer durchaus sicherfühlen, wenn er im Gelände unterwegs ist.

Ratgeber: Das zeichnet ein E-Fully aus

Schaut man sich die aktuellen Zahlen des Zweirad-Industrie-Verbands an, lässt sich feststellen, dass der Verkaufsanteil an E-Mountainbikes 2024 mit 40 Prozent gegenüber anderen Fahrrad-Kategorien am höchsten lag. Sprich: keine andere Fahrradgruppe ist so beliebt wie die E-MTBs. Der Grund scheint auf der Hand zu liegen: Es macht einfach Spaß damit abseits befestigter Pisten im Gelände unterwegs zu sein.

Balkendiagramm: Es zeigt die Anteile der Modellgruppen bei E-Bikes bezüglich dem Verkaufsanteil in Prozent
Unter allen E-Bike-Kategorien wurden 2024 am meisten E-MTBs verkauft. © Zweirad-Industrie-Verband

Hardtails vs. Fullys: Die Vor- und Nachteile

E-Mountainbikes unterscheidet man grob in zwei Gruppen. Während sogenannte Hardtails nur eine Federung in der Gabel besitzen, haben Fullys, also Full Suspension-Bikes = vollgefederte Räder, noch ein zweites Feder- beziehungsweise Dämpfungselement für den Hinterbau. Diese Federung sorgt für eine bessere Traktion, Komfort und Kontrolle, besonders in unebenem Gelände. Dieses Plus an Ausstattung macht sich jedoch im Gewicht und meist auch im Preis bemerkbar. Fullys eignen sich daher für anspruchsvolle Trails, wo sie die Eigenschaften ihrer Komponenten voll ausspielen können. Wer ein E-Bike für leichtes Gelände und Straßen sucht, sollte sich anderweitig umschauen.

Mittlerweile gibt es auch bei E-Mountainbikes den Trend, das Gewicht deutlich unter 20 Kilogramm zu halten, idealerweise sogar bei 15 Kilogramm zu landen. Die fünf Räder im Test gehören jedoch nicht zur Lightweight-Gruppe und bringen zwischen 23 Kilogramm (Canyon) bis 26 Kilogramm (Giant) auf die Waage. Dafür bieten sie andere Vorteile: ein leistungsstarker Mittelmotor mit 70 Newtonmetern (Decathon), über 75 Newtonmetern (Giant) bis hin zu 85 Newtonmetern bei den anderen drei Testkandidaten von Canyon, Stevens und Rose. Hinzu kommen Akkus mit im Labor gemessenen Kapazitäten von bis zu 726, 9 Wh, die dafür sorgen sollen, dass die elektrisch unterstützte Tour nicht schon nach wenigen Kilometern endet.

Einer der wichtigsten Komponenten im steilen Gelände sind sicher die Bremsen, die bei steilen Offroad-Trails mehr leisten müssen als beispielsweise die eines City-E-Bikes.



FAQ**: Alles Wissenswerte um vollgefederte E-Mountainbikes

1. Was ist ein Fully?

Ein Fully ist ein E-Mountainbike, das sowohl an der Vorder- als auch an der Hinterachse mit einer Federung ausgestattet ist. Diese Bauweise sorgt für bessere Traktion, höheren Komfort und mehr Kontrolle auf unebenem Gelände.

2. Für wen eignet sich ein Fully?

Fullys sind ideal für Fahrer, die anspruchsvolle Trails, Wurzelpassagen und technische Abfahrten bewältigen möchten. Sie bieten hohen Fahrkomfort und Stabilität, weshalb sie besonders für sportliche und ambitionierte Mountainbiker geeignet sind.

3. Welche Vorteile bietet ein Fully gegenüber einem Hardtail?

  • Bessere Traktion und Kontrolle auf schwierigen Strecken
  • Mehr Komfort auf langen Touren
  • Höhere Fahrstabilität bei Abfahrten
  • Schonung der Gelenke und weniger Ermüdung

4. Gibt es Nachteile bei Fullys?

  • Höheres Gewicht im Vergleich zu Hardtails
  • Höherer Wartungsaufwand aufgrund der komplexeren Federung
  • In der Regel teurer als vergleichbare Hardtails

5. Wie wichtig ist der Federweg?

Der Federweg bestimmt, wie viel die Dämpfer ein- und ausfedern können.

  • 100-130 mm: Ideal für Cross-Country und leichte Trails
  • 140-160 mm: Perfekt für All-Mountain- und Trailbikes
  • 170-200 mm: Geeignet für Enduro und Downhill

6. Welche Rolle spielt der E-Antrieb?

Der E-Antrieb unterstützt den Fahrer beim Treten und ermöglicht längere Touren und steilere Anstiege. Wichtige Faktoren sind:

  • Leistung (in Watt) und Drehmoment (in Nm)
  • Akkukapazität (in Wh) für die Reichweite
  • Position des Motors (Mittelmotor bevorzugt wegen der Balance)

7. Wie viel kostet ein gutes Fully?

Die Preisspanne ist groß, aber man kann immer wieder Schnäppchen schlagen. So ist der Testsieger von Canyon aktuell reduziert und kostet 3.899 Euro von ehemals 4.799 Euro.

  • Einstiegsmodelle: ab ca. 3.000 Euro
  • Mittelklasse: 4.000 bis 6.000 Euro
  • High-End-Modelle: 7.000 Euro und mehr

8. Wie pflege ich mein Fully richtig?

Wer viel im Gelände unterwegs ist, tut gut daran, sein E-Bike regelmäßig zu reinigen.

  • Regelmäßige Reinigung, vor allem nach schlammigen Fahrten
  • Kontrolle und Wartung der Federung (Serviceintervalle beachten)
  • Regelmäßiges Nachziehen der Schrauben
  • Akku- und Motorpflege gemäß Herstellerangaben

9. Welche Sicherheitsausstattung wird empfohlen?

  • Hochwertiger Helm mit guter Belüftung
  • Protektoren für Knie und Ellbogen
  • Handschuhe mit gutem Grip
  • Beleuchtung für schlechte Sichtverhältnisse

10. Was sollte ich vor dem Kauf beachten?

  • Probefahrt machen, um Fahrgefühl und Geometrie zu testen
  • Federweg und Einsatzgebiet berücksichtigen
  • Gewicht und Akkukapazität in Relation zur geplanten Nutzung prüfen
  • Bewertungen und Tests lesen

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**Dieser Teil des Artikels wurde mithilfe von KI erstellt und vor Veröffentlichung durch die IMTEST-Redaktion eingehend geprüft und angepasst.

Portrait Kathrin Schräer

Kathrin Schräer hat an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Technikjournalismus studiert und ihr Studium als Diplom-Journalistin (FH) erfolgreich abgeschlossen....