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Akku-Heckenscheren im Test: So schneiden die Top-Marken ab

Akku-Heckenscheren sind unverzichtbar für jeden Garten. Doch welches Modell überzeugt wirklich? Der Realitätstest verrät es!

Opener Akku Heckenscheren Test
© Toom

Im Akku-Heckenscheren-Test treten fünf Modelle von namhaften Marken wie Makita, Stihl und Gardena gegeneinander an. Sie müssen beweisen wie leistungsstark, präzise und ausdauernd sie Hecken schneiden, denn für Hobby-Gärtner gehört eine Akku-Heckenschere zur Pflichtausstattung. Welches Modell dabei am besten abschneidet, verrät IMTEST.

Diese Akku-Heckenscheren sind im Test dabei

Ob Formschnitt vom Buchsbaum oder Rückschnitt der Buchen-Hecke vor dem Haus: Für Hobby-Gärtner gehört eine Akku-Heckenschere zur Pflichtausstattung. IMTEST hat fünf Modelle zwischen 139 und 249 Euro getestet:

  • Bosch Universal Hedge Cut 18V – 50
  • Makita DUH523RF
  • Einhell GE-CH 18/60 Li
  • Stihl HSA 45
  • Gardena Comfort Cut 50/18V

Der Testsieger ist die Akku-Heckenschere von Makita. Wie dieses Modell überzeugen konnte, wo es Schwächen hat und was die anderen Heckenscheren bieten, zeigt der Test.

1. Platz: Makita DUH523RF

Der Testsieger überzeugt auf ganzer Linie durch seine herausragende Leistung, die selbst anspruchsvolle Aufgaben bewältigt. Dank der langen Akkulaufzeit ist ein ausdauernder Einsatz möglich, ohne ständig nachladen zu müssen. Zudem sorgt die minimal spürbare Vibration für eine angenehme Handhabung. Ein weiteres Highlight ist die kurze Ladezeit, die dafür sorgt, dass das Gerät schnell wieder einsatzbereit ist.

Makita DUH523RF

Makita DUH523RF

  • PRO
    • Sehr schnelle Ladezeit, leise, geringe Vibration
  • KONTRA
    • Etwas schwer, Bedienungsanleitung kurz

IMTEST Ergebnis:

gut 1,6

2. Platz: Stihl HSA 45

Das Stihl-Modell überzeugt durch seine Balance und ein besonders geringes Gewicht, das es von allen getesteten Geräten abhebt. Zudem liefert es eine solide Schnittqualität, die im Praxistest positiv auffällt. Ein Nachteil ist jedoch die lange Ladezeit des Akkus, die im Vergleich zu anderen Modellen deutlich höher ausfällt und daher Geduld erfordert.

Stihl HSA 45

Stihl HSA 45

  • PRO
    • Hohe Schnittqualität, sehr leicht, gut ausbalanciert
  • KONTRA
    • Über zwei Stunden Ladezeit, Akku nicht wechselbar

IMTEST Ergebnis:

gut 1,8

3. Platz: Bosch Univers. Hedge Cut 18V – 50

Die Heckenschere zeichnet sich durch ihre Ausbalancierung aus, was für eine angenehme Handhabung sorgt, selbst bei längeren Arbeitseinsätzen. Zudem arbeitet sie sehr leise, was das Arbeiten nochmals angenehmer macht. Die lange Laufzeit ist ebenfalls beachtlich, allerdings zeigt sich bei dickeren Ästen, dass der Schnitt etwas unsauber wird.

Bosch Universal Hedge Cut 18V – 50

Bosch Universal Hedge Cut 18V - 50

  • PRO
    • Leise, gut ausbalanciert, leicht, lange Akkulaufzeit
  • KONTRA
    • Etwas unsauber bei dicken Ästen, lange Ladedauer

IMTEST Ergebnis:

gut 1,9

4. Platz: Gardena Comfort Cut 50/18V

Die Gardena Comfort Cut überzeugt mit einer soliden Leistung und sorgt für saubere, präzise Schnitte. Besonders positiv fällt auf, dass das Gerät während des Betriebs angenehm leise ist, was die Nutzung angenehm macht. Ein Nachteil zeigt sich jedoch bei der Akkulaufzeit: Diese ist im Verhältnis zur vergleichsweise langen Ladezeit eher kurz, was die Einsatzdauer einschränken kann.

Gardena Comfort Cut 50/18V

Gardena Comfort Cut 50/18V
  • PRO
    • Sehr geringe Vibration, leise, gute Schnittqualität
  • KONTRA
    • Lange Ladedauer, Montage etwas kompliziert

IMTEST Ergebnis:

gut 2,3

5. Platz: Einhell GE-CH 18/60 Li

Die Heckenschere von Einhell zeigt eine gute Akkuleistung, die für eine lange Nutzung ohne häufiges Nachladen sorgt. Zudem zeichnet sie sich durch eine geringe Vibration aus, was die Handhabung deutlich angenehmer macht, besonders bei längeren Arbeitseinsätzen. Negativ fällt jedoch auf, dass der Griff in einigen Situationen etwas wackelt, was die Stabilität der Schere beeinträchtigen kann.

Einhell GE-CH 18/60 Li

  • PRO
    • Kurze Ladedauer, gutes Schnittbild, vibrationsarm
  • KONTRA
    • Insgesamt schwer, Vorderteil hat Übergewicht

IMTEST Ergebnis:

befriedigend 2,8

Fazit

Mit allen Geräten lassen sich mittelgroße Hecke ordentlich schneiden und stutzen. Am einfachsten geht das mit Testsieger Makita dank sehr guter Schnittleistung und schneller Ladezeit. Neben reiner Leistung zählen aber auch Bedienkomfort, Gewicht und Sicherheit. Und all das macht die Stihl-Akku-Heckenschere zum Preis-Leistungs-Sieger.

Heckenscheren: So testet IMTEST

Der Hauptschnitt ist bei Hecken aus Tierschutzgründen nur zwischen dem 1. Oktober und 28. Februar erlaubt. Für die Prüfung der Testkandidaten hat IMTEST darum in den letzten August-Wochen rund zwei Kilometern Hecke einen schonenden Pflege- und Formschnitt verpasst – in diversen Privatgärten.

Das waren die Testschritte für die Akku-Heckenscheren von Makita, Stihl und Co.:

  1. Zum Prüfumfang gehören neben dem Praxiseinsatz auch Formalien wie die Beurteilung der Bedienungsanleitung, die Prüfung des Zubehörs oder Messung der Lautstärke im Leerlauf sowie das Wiegen der Geräte samt Akku.
  2. Erst danach ging es mit geladenen Akkus an die Hecken. IMTEST prüfte dabei die Ergonomie, nochmals die Lautstärke, Handhabung, Leistung und Schnittqualität. 
  3. Die Ladezeiten sowie die Akkulaufzeiten dokumentiert IMTEST im Verlauf der Prüfung mit einer Videokamera, die den genauen Zeitpunkt der Volladung sowie den der Abschaltung aufnimmt und somit nachprüfbar macht.
Gardena Akku-Heckenschere auf weißem Untergrund
Die Akkulaufzeit der Akku-Heckenschere hat IMTEST im Labor gemessen: Dazu fixierten die Tester die Schalter mit Panzer-Tape und ließen die Scheren so lange laufen, bis der Akku leer war. © IMTEST


Fast alle Heckenscheren so gut wie startklar geliefert

Fast alle Geräte sind fertig montiert in ihren Verpackungen. Lediglich bei Einhell und Gardena muss der Griff montiert werden, und für beide ist Werkzeug nötig. Bei Gardenas Comfort Cut 50/18V ist der Zusammenbau einfach, bei Einhell geht es nicht ohne konzentrierten Blick in die Bedienungsanleitung.

Akku-Heckenscheren im Test überzeugen an der Hecke

Grüne Hecke Detailaufnahme
Nach und während des Schnittes mit den Heckenscheren begutachtete und dokumentierte IMTEST die Schnittqualität bei grünen Trieben und etwas dickeren Ästen. © IMTEST

Der Einsatz an der Hecke zeigt, dass die „kleineren“ 18-Volt-Modelle bei einer Ast-Stärke von bis zu 12 Millimetern genauso ein gutes Ergebnis erzielen können wie ihre „kräftigeren Brüder“ mit 36 Volt oder mehr. Alle Testkandidaten haben die grünen Triebe sehr gut geschnitten, etwas unsauber war nur die Maschine von Einhell. Bei Ästen ab 12 Millimeter Durchmesser konnte Stihl noch am ehesten überzeugen. Alle anderen rissen die Äste mehr als dass sie sie geschnitten haben. 



Gute Handhabung nicht bei allen Heckenscheren

Am schonendsten für Arme und Handgelenke sind Schneidarbeiten mit Stihls HSA 45, denn sie wiegt nur gut 2,3 Kilo. Boschs Universal Hedge Cut 18V-50 ist mit knapp 2,9 Kilo schon spürbar schwerer. Einhells Schere ist mit gut 3,4 Kilo das Schwergewicht im Test. Das leichte Übergewicht im vorderen Teil der Heckenschere kombiniert mit einem zwar verstellbaren, aber leider etwas wackeligen Griff erschwert die Handhabung bei Einhell zusätzlich etwas. 

Mann hält Heckenschere an grüne Hecke
Zwei Kilometer Hecke hat IMTEST mit den Akku-Heckenscheren einen Pflege- und Formschnitt verpasst – mit vorgeschriebener Schutzkleidung: Handschuhe, Schutzbrille, Ohrenschützer. © IMTEST

Angenehm hingegen: Keiner der Testkandidaten erzeugt starke Vibrationen. Am ruhigsten laufen die Maschinen von Gardena, Makita und Stihl. Apropos Ruhe: Bei der Lautstärkemessung lagen alle Scheren bei Werten zwischen 78 (Stihl) und 89 Dezibel (Einhell). Das ist in etwa vergleichbar mit dem Lärm einer modernen Waschmaschine im Schleudergang und – am oberen Ende des Spektrums – mit dem Lärm an einer Hauptverkehrsstraße. 

Hand hält rote Heckenschere seitlich vor blauem Messgerät
Mit dem Schallpegelmessgerät hat IMTEST gemessen, wie laut die Heckenscheren für das menschliche Ohr sind: Ein Mal im Leerlauf im Labor, einmal draußen an der Hecke. Daraus ermittelte IMTEST den Mittelwert. © IMTEST

So lange halten die Akku-Heckenscheren im Test durch

Die Akku-Ladezeiten unterscheiden sich hingegen stark: Bei Stihl, dem einzigen Gerät mit nicht-wechselbarem Akku, dauert eine Vollladung über zwei Stunden (127 Minuten). Am schnellsten geht es bei Makita (23 Minuten) und Einhell (40). 

Sechs Akkuladegeräte auf Tisch aufgereiht
Die Akkuladedauer hat IMTEST ermittelt, indem die Zeit gemessen wurde, die es brauchte, um komplett leere Akkus der Heckenscheren voll zu laden. © IMTEST

Über den Ladestand informieren Anzeigen am Gerät. Bei Einhell ist diese während des Betriebs allerdings nicht lesbar. Die längste Akkulaufzeit bietet Makita mit rund 80 Minuten, gefolgt von Bosch (60). Einhell hält nur rund 45 Minuten durch.



Schutzfunktionen an den Heckenscheren geprüft

Alle Geräte verfügen über einen ringförmigen Schalter um den Griff herum, um in jeder Position starten und stoppen zu können. Nur bei Einhell sind es drei einzelne Schalter – einer oben am Griff, einer links und einer rechts. Alle Testkandidaten sind mit einem Handschutz ausgestattet, der zwischen Griff und Schwert dafür sorgt, dass die Hand nicht an die Messer kommt. Ebenfalls haben alle einen Anstoßschutz. Das ist ein kleiner Aufsatz, der bei Anstoß an Mauer oder Stein die Messer schützt. Außerdem verfügt jede Maschine über eine Art Plastik-Schwertscheide zum Schutz der Klinge. 

Was die Strapazen für die Ohren angeht: Bei der Lautstärkemessung lagen alle Akku-Heckenscheren bei Werten zwischen 78 und 89 Dezibel. Am lautesten: Einhell, am leisesten Stihl.

Akku-Heckenscheren: Zubehör-Check

Umfangreiche Zubehörpakete sind bei keinem der Kandidaten zu erwarten. Stihl liefert immerhin Schwertöl mit, bei Einhell findet sich ein Aufsatz, der abgeschnittene Äste vom Dach der Hecke herunterrechen kann.

FAQ – IMTEST klärt die häufigsten Fragen zu Akku-Heckenscheren**

1. Welche Akku-Heckenschere wurde im Test von IMTEST als Testsieger ausgezeichnet?

Im Test von IMTEST wurde die Akku-Heckenschere von Makita als Testsieger gekürt. Sie überzeugte durch ihre Leistungsstärke, Präzision und Ausdauer beim Heckenschnitt. ​

2.Wie lange halten die Akkus der getesteten Heckenscheren durch?

Die Akkulaufzeiten variieren je nach Modell. Die Makita-Heckenschere bietet eine Laufzeit von rund 80 Minuten, Bosch etwa 60 Minuten und Einhell landet mit circa 45 Minuten auf dem letzten Platz. ​

3. Welche Sicherheitsfunktionen bieten die getesteten Heckenscheren?

Alle getesteten Geräte verfügen über einen ringförmigen Schalter um den Griff herum, einen Handschutz zwischen Griff und Schwert sowie einen Anstoßschutz, der die Messer bei Kontakt mit Hindernissen schützt. Zudem sind sie mit einer Kunststoff-Schwertscheide zum Schutz der Klinge ausgestattet.

4. Wie laut sind die getesteten Akku-Heckenscheren im Betrieb?

Die Lautstärke der getesteten Heckenscheren liegt zwischen 78 und 89 Dezibel. Einhell ist mit 89 Dezibel am lautesten, während Stihl mit 78 Dezibel am leisesten arbeitet.

5. Welches Zubehör wird mit den Heckenscheren geliefert?

Der Lieferumfang variiert je nach Hersteller. Stihl liefert beispielsweise Schwertöl mit, während Einhell einen Aufsatz beilegt, der abgeschnittene Äste von der Hecke entfernt.

6. Wie wurden die Akku-Heckenscheren im Test bewertet?

Die Bewertung erfolgte anhand von Kriterien wie Ergonomie, Handhabung, Leistung, Schnittqualität, Akkulaufzeit und Ladezeit. Zudem wurden die Bedienungsanleitungen geprüft, das Zubehör bewertet und die Lautstärke der Geräte gemessen.

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** Dieser Teil des Artikels wurde mithilfe von KI erstellt und vor Veröffentlichung durch die IMTEST-Redaktion eingehend geprüft und angepasst.

Autor Welf Sendel

Welf Sendel hat an der Hochschule Magdeburg-Stendal seinen Bachelor of Arts in "Journalismus und Medienmanagement" absolviert. Während des Studiums sammelte...