Hartbodenreiniger: 5 Modelle von Kärcher & Co. im Test

Saugen und wischen – mit nur einem Gerät. Hartbodenreiniger machen es möglich. Wie gründlich und gut das funktioniert, hat IMTEST mit fünf Modellen getestet.
Hartbodenreiniger im Test
Quelle: IMTEST, Getty Images

Hartbodenreiniger im Test: Diese Modelle sind dabei

Saugen und Wischen großer Flächen wie Fliesen oder Parkett gehört zu den lästigsten Tätigkeiten im Haushalt: Zuerst muss der störrische und klobige Staubsauger bemüht werden, dann folgt auch noch die Schlepperei mit dem schweren Wischeimer. Doch viele Hersteller glauben, hierfür mit elektrischen Kombigeräten die ultimative Hilfe konstruiert zu haben: Hartbodenreiniger, kabelgebunden oder mit integriertem Akku, versprechen beide Arbeitsgänge in einem Rutsch zu erledigen.

IMTEST hat fünf Saugwischer kräftig arbeiten lassen, um herauszufinden, wie gut diese Kombination funktioniert und mit welchem Gerät das am besten klappt. Mit dabei sind Hartbodenreiniger beliebter Marken wie Kärcher, Leifheit und Vileda. Doch auch Saugwischer von Bissel und Tineco sind im Test vertreten. Die Preisspanne geht bei den Modellen von knapp 250 Euro bis rund 530 Euro. Ob sich die Geräte lohnen, zeigt der Test.

Mit Hartbodenreiniger Wisch-Saugen

Das Funktionsprinzip aller Testkandidaten von Vileda, Bissell, Leifheit, Tineco und Kärcher ist ähnlich: Aus einem Frischwasserbehälter wird auf Knopfdruck am Handgriff das mit etwas Reinigungsmittel versetzte Wischwasser auf eine rotierende Wischwalze gegeben. Die reinigt den Boden mit hoher Drehzahl, das Schmutzwasser wird aufgesogen. Gleichzeitig saugt der Hartbodenreiniger Partikel vom Boden auf. Schmutzwasser und Staub landen dann in einem entnehmbaren Behälter. Dort setzen sich Flüssigkeit und grobe Partikel im unteren Bereich ab, feiner Staub wird von einem System aus Grob- und Feinfiltern vom Motor ferngehalten.

Wassertank vom Vileda Hartbodenreiniger
Umständlich: Der Vileda-Frischwassertank ist fest integriert und muss mit einer Karaffe befüllt werden.

Unterschiede bei der Handhabung

Schon bei den ersten Rollbewegungen auf den Fliesen machen sich aber große Unterschiede bei den Hartbodenreinigern bemerkbar: Der mit nur 3,3 Kilo (leer) sehr leichte Regulus Aqua PowerVac von Leifheit lässt sich am einfachsten von allen Testkandidaten über den Boden schieben und um Ecken manövrieren. Der Bissell Crosswave Cordless Max ist mit 5,2 kg deutlich schwerer und störrischer zu bewegen. Doch der einfachen Manövrierbarkeit des Leifheit steht eine vergleichsweise geringe Akkukapazität und mit 22 Minuten eine entsprechend kurze Nutzungsdauer gegenüber.

Viledas JetClean 3in1 punktet im Test als einziger kabelgebundener Apparat mit quasi endloser Einsatzbereitschaft – zumindest so lange, bis der Frischwassertank leer und der Schmutzwassertank voll sind. Um den Tineco Floor One S3 zu bedienen, hilft eine wahre Kommandozentrale mit zahlreichen Infos zu Saugleistung oder Füllstand für Frisch- und Brauchwasser im runden Display auf der Geräteoberseite. In schmale Nischen passt der 4,3 Kilogramm schwere FC 7 Premium von Kärcher nicht. Er ist mit seinen 31 cm Breite, 23 cm Tiefe und 12 cm Höhe dafür zu klobig.

Nur ausreichendes Putz-Ergebnis: Der Bissell schiebt trockene Partikel teilweise nur vor sich her.

Hartbodenreiniger: Test im Parcours

In einem ersten Durchlauf hatten es die Hartbodenreiniger relativ leicht: Mehl, Kaffeepulver und Haferflocken standen für verschiedene Schmutzpartikel-Größen von grob bis sehr fein. In Testphase zwei wurde es anspruchsvoller: Ketchup, eingetrocknete Kaffeeflecken und eine Mischung aus Mehl und Wasser klebten auf dem Boden, teilweise in Kombination mit trockenem Schmutz. Bei beiden Szenarios zeigte der Saugwischer von Leifheit die besten Ergebnisse.

Nach der Bodenarbeit kommt die Nachreinigung: Die Schmutzwasserbehälter müssen geleert und ausgespült werden, die Filter gereinigt. Dabei zeigt sich, dass sich ein kleines Schaumstoffelement wie bei Leifheit deutlich schneller und gründlicher ausklopfen und -spülen lässt als etwa die Papierfilter von Bissell oder Vileda. Wer sich noch mehr Arbeitsschritte sparen möchte, der sollte einen Blick auf diesen Vergleichstest von Saugrobotern werfen. Denn diese saugen und wischen von allein.

Das IMTEST-Fazit

Die Hartbodenreiniger aus dem Test sind teilweise auch größeren trockenen wie nassen Schmutz-Herausforderungen gewachsen. Eine Zeitersparnis gegenüber den zwei klassischen Einzelschritten Saugen und Wischen ist außerdem durchaus vorhanden, wenn man den reinen Arbeitsgang betrachtet. Allerdings bleibt mit der gründlichen Reinigung und Trocknung der Einzelteile noch reichlich zu tun – und das nach jeder Nutzung. Mit der besten Kombination aus Reinigungsleistung und Handhabung sichert sich der Hartbodenreiniger Regulus Aqua PowerVac von Leifheit den Testsieg.

Fotos: IMTEST, Hersteller

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