Veröffentlicht inNews

Twitter: Verbot für Links auf andere Netzwerke

Twitter will Links zu konkurrierenden Anbietern verbieten.

Twitter Logo auf Smartphone
© Tracy Le Blanc / Pexels

Es geht weiter turbulent zu bei Twitter. Seit der Übernahme durch Elon Musk gibt es immer wieder umstrittene Änderungen. Nachdem zuletzt auch Konten von Journalisten ohne eine konkrete Begründung gesperrt wurden, hat sich nun auch die Bundesregierung kritisch geäußert. Jetzt geht es weiter mit einer weiteren Anpassung: Twitter will Links zu konkurrierenden Netzwerken verbieten.



Die Änderungen, die Musk an seinem Neuerwerb Twitter vornimmt, sind vielerorts umstritten. Das führt auch dazu, dass immer mehr Nutzer Abstand von der Plattform nehmen und zu anderen Netzwerken wie Mastodon abwandern. Eine neue Richtlinie von Twitter verbietet nun Links, die auf andere konkurrierende Netzwerke verweisen. Eingeschlossen sind dabei Links zu FacebookInstagram, Mastodon, Tribel, Post, Nostr und Donald Trumps Truth Social. Andere Plattformen sind bislang nicht von der Richtlinie eingeschlossen.

Ein iPad mit dem Logo von Twitter und der Beschreibung der App im App Store.
Auf Twitter sind ab sofort Links zu verschiedenen anderen Netzwerken wie Facebook und Instagram verboten. © Souvik Banerjee / Unsplash

Crossposting soll weiterhin möglich sein. Nutzer können nun aber ab sofort nicht mehr mit ihrer Twitter-Bio auf ihre anderen Social-Media-Profile verlinken. Außerdem ist es nicht mehr möglich, Follower in Tweets aufzufordern, einem auf anderen Plattformen zu folgen. Das Unternehmen äußerte sich folgendermaßen: „Wir wissen, dass viele unserer Nutzer auf anderen Social-Media-Plattformen aktiv sind. Wir werden jedoch keine kostenlose Werbung für bestimmte Social-Media-Plattformen auf Twitter mehr zulassen (Twitter Support 18.12.2022).“

Laut der Plattform diene die Anpassung also als Maßnahme gegen „kostenlose Werbung“ für Konkurrenten. Um dem Verbot Nachdruck zu verleihen, schränkt Twitter darüber hinaus die Verwendung von Drittanbieter-Aggregatoren wie Linktree und Link.bio ein. Das Unternehmen droht, dass der Account von Nutzern gesperrt wird, die versuchen, das Verbot mit technischen Mitteln zu umgehen – beispielsweise mit URL-Cloaking oder anderen Methoden.


Katja Widmann studierte Kultur- und Wirtschaftswissenschaften in Mannheim und sammelte erste Erfahrungen in Social Media, Print und Radio. Ihr Interesse...